Air in München
Frei wie Vögel in der Luft
Die Süddeutsche hatte einen netten Untertitel für ihren Artikel über das neue Album der zwei Heroes smoothiger Musikexperimente: "Im Wald der bekifften Förster". Meistens sind ja Journalisten, die so etwas schreiben weit weg von Jugendsünden wie Hasch und Joints, und bissiger Spott ist die einzige Intention. Doch bei AIR kommt man ins Grübeln. Denn wie schon auf den vorherigen Alben bieten Nicolas Godin und Jean Benoit Dunckel wieder mal Entspannung, Tagträumerei und Elfenbeinturmfeelings an. Weich, ruhig, chilliger als chillig kommen sie mit dem Album "Talkie Walkie" an den Start.
Sie sind Romantiker mit Uniabschluss, haben Musik für das Coppola-Kinoprojekt "Lost in Translation" geschrieben und wollen die Seele ansprechen. "Es gibt vor allem zwei Situationen, bei denen man seine Seele spürt: beim Musikmachen und beim Liebemachen. Der Körper fühlt sich in solchen Momenten an wie eine Pflanze. Und die Seele, das spürt man dann deutlich, ist die Schnittstelle zwischen Ich und Welt." Und das gilt vor allem, wenn man AIR hört, wenn man sich in den Wahn musikalischer Tiefe begibt und auf dem Grunde seines Seins noch immer lächeln kann. Also doch Kiffer. Oder? Am 2.3. in der Reithalle.
<nina bludau>
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Air
[ Reithalle ]
02.03.2004
19.30h
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