Les Babacools
Reggae, Ragga, Raggarena
das schenkerhaus an der hackerbrücke gilt als wichtiger kultureller
versammlungsort von musikern und künstlern - da ist es natürlich
bedauerlich, daß die stadt lediglich renditefähige "kultur"-projekte
rechts der isar finanziell unterstützt, jedoch keine alternativen
örtlichkeiten für übungsräume und ateliers kennt,
wie die an der hackerbrücke die nur noch bis zum abriss im
kommenden oktober stehen, denn die räumlichkeiten in münchen
sind knapp und die mieten hoch. auch die nun seit mehr als neun
jahren existierende münchner band "les babacools"
hat hier 40qm kreatives asyl für
schlappe 700dm gefunden.
von auftritten auf sommerfesten an münchner gymnasien mauserte
sich die mittlerweile neun mitglieder umfaßende band (plus
gueststars wie die heißerrauhe "raggarena")
zu legendären local heroes in der münchner bandszene einerseits
- außerhalb münchens auch als vorgruppe von "fun
lovin' criminals" bekannt - und andererseits zu veranstaltern
der allwöchentlichen mittwochs-clubnacht "babacools soundsystem"
im backstage.
"die unterschiedlichen charaktere, deren unterschiedliche
herkunft und die eigenen musikalischen vorlieben treibt die anderen
immer weiter" so rasjacko der leadguitarist, und wenn man bedenkt,
daß caramellow aus peru stammt,
und gerry grenada zweisprachig deutsch/französisch aufwuchs,
ist es nicht verwunderlich, daß man sich bei voller besetzung
englisch unterhält und die texte (noch) ausschließlich
in englisch, französisch und spanisch verfaßt werden.
auch zeigt man für sämtliches instrumentarium offenheit:
neben e-gitarre, bass und schlagzeug wird saxophon, percussion,
keyboard, hammond und trompete vereint. zu den stärksten musikalischen
einflüßen für babacools zählt einstimmig die
band manunegra, die französischen hiphoper sonie mc und mc
solar, sowie die schweizer von sens unik und.
weitab vom berechenbaren mainstream experimentieren die vollblutmusiker
mit verschiedenen musikalischen richtungen und verknüpfen ihre
songs harmonisch mit elementen aus jazz, funk und dub über
rock und ska bis hin zu hiphop und raggamuffin - ein mulikulti-potpouri,
wobei der begriff "multikulturell" nicht gerade auf sympathie
bei den bandmitgliedern stößt, assoziiert man doch eher
damit "rollkragentragende intellektuelle
studenten". musik kostet geld - vorallem in münchen
- so die realistische bilanz nach der aktuellen cd "rude radio"
in eigenproduktion, und so jobt man nebenher im customer service
in der bank, als grafiker, lichttechniker oder gibt sogar selber
musikunterricht.
<pd>
drei kleine (gema!) jeweils 230kb große vorgeschmäcker
könnt ihr euch schonmal hier anhören [ mp3_baba2 ]
[ mp3_baba3 ] [ mp3_baba4 ].
falls ihr noch nicht über eine mp3-abspielmöglichkeit
verfügt, könnt ihr euch unter folgenden adressen das passende
handwerkzeug runterholen: [ windows ],
[ mac ],
[ linux ].
die gruppe kenn' ich schon vom sommerfesten im luisengymnasium
vor 7 jahren! warum die nicht schon längst die bayerischen
landesgrenzen überschritten haben, versteh' ich gar nicht!
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ein fester bestandteil münchner bandkultur - grooviger
sound der gut auf der cd kommt, unschlagbarer liveauftritt!
muß ich hin am 29.12.99!
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