Monster Magnet - God Says No
Die Geburt eines Albums mit Hindernissen
einen monat bevor das neue album eingespielt werden sollte, wartete die band
bereits arbeitshungrig und leicht gereizt auf die geburt neuer songs und texte
von dave wyndorf, ihrem leader. doch ohne gottes zustimmung sollte das nicht so
einfach werden: dave entwarf dreitausend meilen von seiner band entfernt das neue
album, erfüllt von psychedelischen ideen und möglichst fern von herkömmlichen
sozialen stellungnahmen. doch auf dem weg zu den anderen, auf der autofahrt quer
durch amerika, wurde sein auto aufgebrochen und ausgeräumt,
einschließlich aller tapes und texte für das neue album. zwei wochen vor ihrem
studiotermin begann also das "songwriting" erneut, doch dieses mal reumütig zurück
zu mehr realitätsbezogenheit.
in einem interview sagt dave wyndorf dazu: "es war so, als wäre ich viel mehr
in meiner realität verwurzelt, als ich zugeben wollte. für die musik bedeutete
das, dass dieses psychedelische element zwar irgendwie
immer noch durchkam - aber ich hatte keine lust mehr, das wirklich herauszuarbeiten."
was nun entstand, könnte ein höhepunkt ihrer geschichte werden.
ob persönliche ausflüge in die vorlieben sexueller dominanz ("take it" oder
"gravity well"), seine eindrücke von der alltagsfernen realität des tourens ("melt"
oder "little friend") oder seinen frust über den heutigen rock'
n'roll ("all shook out", marilyn manson gewidmet). die texte sind reflektierte
gedanken und gefühle, ehrlich und scharfsinnig. mit diesen texten und der lang
geübten technik der musiker gelingt es monster magnet, die milleniumsstimmung
der erdenbevölkerung zu erfassen und musikalisch auf den punkt zu bringen.
und so spielten monster magnet fast pünktlich das album "god says no" innerhalb
von zwei monaten im studio ein, eine glanzleistung auf ihrem musikalischen weg.
das powergeladenen mix aus acid-rock, sexy rock-grooves,
aber auch verspultem sound und garage-punk-elementen übertrifft spielerisch ihre
bisherigen platten und überzeugt fans wie neue hörer gleichermaßen.
wer sich persönlich davon überzeugen lassen möchte, hat die gelegenheit
am 06.12.2000 im colosseum in münchen. karten gibt es an allen bekannten
vorverkaufsstellen. wer keine karten mehr kriegt oder keine zeit hat, kann das
düsseldorfer konzert am 4.12. aber auf getgo.de vier wochen lang als live-stream
abrufen: [ mehr ]
<nina bludau>
da kann sogar ich als popper nur sagen: eine gelungene mischung und kraftvoller
rock.
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guter harter sound, aber teilweise
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