Scumbucket - Finistra
Und wo zum Teufel haben die Jungs diese genialen Melodien her?
Die Antworten drauf wird uns Scumbucket Mastermind Kurt Ebelhäuser wohl nie
verraten. Aber eigentlich ist das ja auch ganz egal. Tatsache ist jedenfalls,
dass "Finistra" eine ganz großartige Platte geworden ist. Vermutlich sind die
Jungs von Scumbucket dazu fähig, Zeitreisen zu unternehmen. Denn auf ihrem mittlerweile
dritten Longplayer bedienen sie sich ganz offensichtlich
am Besten, was die vergangenen Jahrzehnte musikalische zu bieten hatten.
Die Einflüsse der Beatles und anderere 60ies-Ikonen sind in den Refraingesängen
auf "Finistra" unüberhörbar. Für die bittersüßen Melodien zeichnen sich die 80er
Legende Joy Division verantwortlich und bei der gesunde
Portion Gitarrenhärte standen Grunge-Bands wie Nirvana oder Soundgarden Pate.
Es ist die große Kunst dieser Band all diese Elemente zu griffigen Songs zu verarbeiten,
die durch den stets melancholischen Gesang Ebelhäusers eine elektrisierende und
faszinierende Note erhalten. Noch mehr als auf dem ebenfalls starken Vorgänger
"Batuu" bringt das Trio poppige Töne in das Soundspektrum ein.
Dezent eingesetzte elektronische Spielereien und psychedelisch angehauchte
Zwischenstücke bereichern "Finistra" zusätzlich und machen dieses Album zu einem
höchst eigenständigem Stück Musik, das auch nach dem zwanzigsten Durchlauf noch
fesseln kann. Ganz egal, ob man sich den treibenden Opener "Manzanita
Star" oder das traurige "Paranoid Skin" anhört, "Finistra" bietet Hits
am laufenden Band. Scumbucket entfalten hier einen glühenden Klangteppich, der
sämtliche kritische Worte schon im Ansatz verbrennt und nichts als staunende Münder
(und Ohren) hinterlässt. Einzig "Stiff and smell" und "Pluramon" wandeln zu sehr
in den augetretenen Pfaden der berühmten Vorbilder, was angesichts des restlichen
Songmaterial aber durchaus verzeihlich ist.
Auch wenn ich ungern in Superlativen aufgehe, "Finistra" ist eine geniale Platte,
die die Bezeichnung Meisterwerk verdient! Scumbucket haben das Zeug ganz groß
zu werden und ich prophezeihe mal, dass selbst die scheinbar übermächtige internationale
Konkurrenz vor diesem Album in die Knie gehen werden - wenn sie es denn jemals
zu hören bekommen würde. Denn leider - und das ist eine weitere Prophezeihung
- wird sich wieder mal kein Schwein dieses Album kaufen Scumbucket sind wohl dazu
verdammt aufgrund ihres nach wie vor unkommerziellen Sounds von den Major-Labels
gemieden zu werden. Nun gut, vielleicht wollen die drei Herren das ja auch gar
nicht. Trotzdem ist es schade, denn diese Band hätte ein Millionenpublikum
verdient und jeder Freund gepflegter Gitarrenmusik sollte sich sofort zum Plattenhändler
sines Vertrauens begeben, um sich "Finistra" zuzulegen.
<cn>
mehr unter [ vielklang.de ]
und [ blunoise.de
]
voll der scheiß - taugt mir überhaupt nicht - die sollten lieber
gleich ganz das musizieren lassen!!
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eine sehr gute indie-band, die vom mainstream (zum glück) nicht beachtet
wird!
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