Shakti
das indische Jazzprojekt von John McLaughlin
Wenn man Shakti in den Internet- Suchmaschinen eingibt, dominieren esoterische Angebote von Yoga bis Feng Shui die
angegebenen Seiten. Doch weit gefehlt. Die einzige Gemeinsamkeit des Jazzprojekts mit derartigen spirituellen Ideen
ist die Wohlfühl-Garantie, und dieser wird John McLaughlin auf jeden fall gerecht.
Der britische Gitarrist, Komponist und Allroundmusiker wird 1942 in Yorkshire geboren, nimmt Klavierstunden und
bringt sich selber Gitarre bei. Seine Künste sind vielseitig: Blues, Bebop, Free und Jazz Rock sind nur einige der
Stilrichtungen, in denen er sich in kurzer Zeit mit Grössen wie Alexis Corner, Dave Holland, aber auch Eric Clapton
oder Mick Jagger einen Namen macht. Als sich in den siebziger Jahren Jazzmusiker wie Yusef Lateef und John Coltrane
der östliche Musik zuwenden, folgt er ihrem Beispiel. Er gründet das Mahavishnu Orchestra mit Jerry Goodman, Bill
Cobham und anderen hervorragenden Musikern und produziert die Songs "Birds of Fire" oder "The inner mountain Flame",
und erlangt schnell grossen Ruhm in der Jazz-Szene. Als sich das Orchester auflöst, studiert er indische Musik und
indische Gesangstechniken, inspiriert durch den Meditationslehrer, Sri Chinmoy. Die Kenntnisse setzt er 1975 bei
Shakti ein.
Mit dieser Combo, die man als den Vorläufer von "weltmusik" bezeichnet, veröffentlicht er die erfolgreichen Alben
"Shakti", "Natural Elements" und "A Handful of Beautuy", bevor die Musiker wieder ihren Solokarrieren folgen.
Anlässlich der 50jährigen Unabhängigkeitfeier von Indien im Jahr 1997 findet sich Shakti wieder zusammen,
sie spielen das Album "Remember Shakti: The Believer" ein und touren seit 1999 weltweit durch ausverkaufte Konzertsäle.
Heute setzt McLaughlin vermehrt die elektrische Gitarre ein, wenn auch ganz anders, viel sinnlicher als es im Jazz
erwartet werden könnte. Zur Seite steht Tabla-Meister Zakir Hussain, der schon 1975 mit von der Partie war und der
indische Trommler Selvaganesh.Ein Abend, der eine angenehme Stimmung garantiert, schwebende Klänge indischer Kultur
vermischt mit den einfallsreichen Abwechslungen okzidentaler Jazzmusik. Die Künstler sind in ihrem Zusammenspiel
einmalig, lasst Euch das nicht entgehen! Am 21.11. im Herkulessaal.
<nina bludau>
die cds und mehr von Shakti gibt's [ hier ]
Shakti
[ herkulessaal ]
wann: 21.11.2003
beginn: 20h
wieviel: vvk 31.- bis 42.-
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