Silje Nergaard - Port Of Call:
A-Ha und ein paar Gothic-Bands
norwegische musik ... a-ha und ein paar gothic-bands,
sonst nix. "ist mir viel zu depressiv, mag ich nicht", denkt sich bestimmt der
ein oder andere. jazz ... "das mag doch nur mein opa und eigentlich ist mir das
viel zu abgefahren", denkt sich bestimmt der ein oder andere mehr. und jetzt das!
jazz aus norwegen! das kann ja nun gleich gar nichts werden!
doch
die mathematik beweist uns: minus mal minus gibt plus und zwar ein ganz dickes.
ich kann von mir keineswegs behaupten, ein jazzfan zu sein, aber was silje nergaard
und ihre combo auf "port of call" bieten,
hat mich wirklich beeindruckt. schon der erste song "me oh my", eine
etwas schnellere nummer zwingt einen zum mitschnippen und fußwippen. die
band ist so tight, dass die einzelnen instrumente miteinander verschwimmen und
einen einzigen wunderbaren teppich ausbreiten, über den dann silje mit ihrer zarten,
jedoch vollkommen klaren stimme zu schweben scheint. man ist gefangen, möchte
nur noch zuhören und der frau einen heiratsantrag machen, denn sie schafft es
wirklich einen zu verzaubern (und gut aussehen tut sie noch dazu!).
"port of call", ihr inzwischen sechstes album beinhaltet hauptsächlich
interpretationen (viele würden cover sagen) von bekannten größen, wie zum
beispiel billie holiday ("don't explain") oder sting ("if you love
somebody"), enthält aber auch drei eigenkomponierte songs, welche meine persönlichen
highlights dieser platte sind. ein album ideal zum entspannen, für gewisse stunden
zu zweit oder das sonntagmittägliche katerfrühstück. vom chill-faktor kann "port
of call" locker mit den samplern der "café del mar"-reihe mithalten.
reinhören lohnt sich, auch für alle nicht-jazzer (so wie ich).
<stefen gehrke>
mehr infos unter [ jazzecho ]
cooler (jedoch keineswegs kalter) norwegischer sound - auch für noch-nicht
jazzer!
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sehr melodische scheibe - zum chillen oder optional zum schmusen!
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