Thumb
Alle guten Dinge sind drei
Endlich
Es ist soweit! Schon seit Mitte Juni haben die Gütersloher Jungs ihr drittes Album - schlicht "drei" - auf die Ladentheken gebracht.
Und die Fans freuten sich: denn das Album bleibt, wie auch schon sein Vorgänger "Exposure" , ein hartes, aber ehrliches Crossover-Werk.
Sie liegen zwar voll auf der Linie artverwandter Bands wie die Schweisser, Bad Religion, Dog Eat Dog, Henry Rollins und Such A Surge.
Dennoch zeigen sie klarer als zum Beispiel die Scheisser, dass Crossover kein albernes Rumgehüpfe zwischen zwei Gitarrenriffen sein muß.
Dabei wäre die Band fast zerbrochen an dem Ausstieg des Gitarristen Axel Hilgenstöhler. Der hatte gespürt, was die anderen noch nicht erkannt hatten: nämlich dass die fehlende Chemie zwischen den Jungs auch das kreative Schaffen beeinflussen musste.
Mit einem neuen Axel an der Gitarre und komplett neuen Songs ging es dann voll Power voran. Sänger Claus Grabke dazu: "Es ging nicht darum, dass wir einen neuen Gitarristen finden, der einfach die Lücke füllt.
Wir wollten mal wieder als Einheit richtige Songs schreiben. In den zurückliegenden drei Jahren haben wir das immer wieder krampfhaft versucht, doch unsere Ansprüche wurden nie richtig befriedigt."
Und das neue Album unterstreicht diese Worte. Voller Wut und Macht prügelt Drummer Steffen die Maschinerie voran, fein verziert mit Axels Gitarrenexperimenten, der Bass malt künstlerisch den Background und Sänger Claus brüllt ausgefeilt formuliert Gefühle in die Menge.
Man könnte meinen, es geht eher um Fear Factory, wenn man das liest, wäre da nicht der feine Unterschied.
Kompliziert anmutende Soundverschachtelungen, ähnlich fast wie bei Portishead, geben dem Ganzen eine Nuance mehr Emotion als den herkömmlichen Hardcore-Fightern.
Der Lohn: Sie sind die Supportband bei Machine Head auf deren Tournee ab Dezember durch England und Schottland. In München spielen sie am 29.10. im Metropolis und sind sicher eine Reise wert.
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