Er ist der neue Superstar am Münchner Nachthimmel und ein echter Eyecatcher: seit dem 1. Advent leuchtet der „Stern des Südens“ jeden Abend gegenüber der Allianz Arena an der A9. Täglich können 150.000 Pendler das Kunstprojekt der Siemens AG bewundern: Zusammen mit dem Münchner Multimediakünstler Michael Pendry hat das Unternehmen das Windrad in Fröttmaning in den größten rotierenden Weihnachtsstern der Welt verwandelt. Das weit über die Grenzen Münchens hinaus leuchtende Kunstobjekt soll im Krisenjahr 2009 ein Zeichen für Hoffnung und Zuversicht sein - und wenige Tage vor der Weltklimakonferenz in Kopenhagen ein Symbol für Nachhaltigkeit und den bewussten Umgang mit unserem Planeten sein.
Es gab nicht wenige, die im Vorfeld zweifelten, ob es funktionieren würde. Doch pünktlich zum ersten Advent heißt es: und er dreht sich doch! „Der Siemens-Stern des Südens ist eine technologische Pionierleistung und ein wichtiges Symbol vor der Weltklimakonferenz in Kopenhagen. Grüne Innovationen beleuchten unseren Weg in eine bessere Zukunft', erklärt Siemens-CEO Peter Löscher die Botschaft des Sterns. 'München hat ein neues Wahrzeichen zur Weihnachtszeit. Es steht für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz – und das sind wichtige Münchner Themen. Bis 2025 wollen wir die weltweit erste Stadt sein, die ihren kompletten Stromverbrauch aus erneuerbaren Quellen deckt”, zeigte sich Münchens Oberbürgermeister Christian Ude erfreut über das neue Wahrzeichen am Münchner Nachthimmel. 'Ich möchte Kunst herausholen aus der Enge des Museums', erläutert der Multimedia-Künstler Michael Pendry sein leuchtendes Kunstobjekt.
Die Lichtinstallation besteht aus 9.000 Leuchtdioden (LEDs) der Siemens-Tochter Osram, die so hell wie rund 20.000 Weihnachtskerzen leuchten. Dabei verbraucht die Installation nur so viel Strom wie etwa ein Föhn oder zwei Wasserkocher. Bei gutem Wetter ist das Kunstobjekt 30 Kilometer weit zu sehen. Der Durchmesser des weltweit größten rotierenden Weihnachtssterns beträgt fast 70 Meter – so viel wie ein Fußballfeld.
Fast 400 Meter an Stromkabeln wurden verlegt – das ist mehr als der Eifelturm hoch ist. Das Zusatzgewicht der Lichtinstallation beträgt 100 Kilogramm pro Rotorblatt. Die LEDs haften mit Weltraum-Superkleber am Windrad, denn bei windigen Bedingungen wirken Kräfte von 20 G auf die LEDs – das ist mehr als dreimal so stark wie die Kräfte, die auf einen Astronauten bei einem Raketenstart wirken. 30 Techniker arbeiteten Tag und Nacht, um den Stern des Südens zum Leuchten zu bringen. Zwei Tage lang dauerte allein die Animation der Beleuchtung, die in Echtzeit auf die verschiedenen Windstärken bzw. die Drehgeschwindigkeit des Rads abgestimmt wird. Ein technisches Meisterwerk!
'Das beleuchtete Windrad ist ein Zeichen, für die Verantwortung, die wir für unseren Planeten tragen', erklärte Peter Löscher auf einer spektakulären Gala mit 300 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Showbusiness am 1. Advent, kurz bevor der Stern des Südens zum ersten Mal am Münchner Nachthimmel erstrahlte – als es dann so weit war, kam auch der Siemens Vorstand nicht mehr aus dem Staunen heraus: 'Es ist viel spektakulärer, als ich es mir vorgestellt hatte!''
Der Stern kann noch bis zum 31. Dezember 2009 am Münchner Firmament bewundert werden.