Die Alte Pinakothek
Bilderpalast
die alte pinakothek, ein langer palast auf grüner wiese, liegt mitten in der
maxvorstadt. kühl vornehme noblesse strahlt dieser
großbau des 19. jahrhunderts aus. nach außen dringt kein lebenszeichen, doch im
inneren befindet sich münchens großer tempelschatz der kunst. lange wurde hier
renoviert, seit einiger zeit ist wieder geöffnet.
durch das foyer geht es über ein treppenhaus kolossaler ausmaße zur bel étage.
einmal oben angekommen, öffnet sich hinter der schweren holztüre eine der großen
galerien europas. das publikum ist bunt gemischt: liebhaber und ahnungslose, touristen
und gestrandete spaziergänger. gruppen, paare und solisten verteilen sich in der
tiefe. in einer langen flucht folgen nacheinander die großen säle. die wände sind
mit teurer seide verkleidet, über die pastelltönige farbwahl
ließe sich streiten. und davor hängen sie, die vielen hundert bilder aus der zeit
von 1300 bis 1800. zum haus gehört all das, was die bayrischen kunstagenten im
alten europa, zwischen sevilla und prag, zwischen neapel und amsterdam, nach münchen
tragen konnten.
darunter
meisterwerke der altdeutschen malerei, der venezianer, der flämischen schule,
leonardo und tizian, rembrandt und rubens. der philosophierende dürer blickt auf
den betrachter, die schöne madame de pompadour räkelt sich im dämmrigen salon.
die mitte des hauses ist der rubens-saal. hier hängen die größten formate. sie
gipfeln in einer leinwand von 30 quadratmetern, der apokalypse:
im allgemeinen wirbel der komposition fällt ein nackter fettsack kopfüber in die
fänge des höllendrachens und gegenüber entschwebt eine frauenseele, obschon auch
sie nicht leicht wie die feder, hinauf ins paradies.
nirgends sonst in der stadt gibt es die atmosphäre eines solchen bilderpalastes.
das ganze ist ein muß für den freund farbiger altertümer.
zu guter letzt wartet ein üppiger museumsshop. das cafe hat leider nur den charme
einer kantine.
alte pinakothek
089/23805216 barer str. 27
maxvorstadt
[ mvv ]
[ homepage ]
[ keine e-mail ]
mo: zu, di-so: 10-17h, do:
bis 22h eintritt: dm 7,-,
ermäßigt dm 4,-, so frei
publikum international gemischt
singlefaktor nur etwas für ausdauernde
parkplatzfaktor: oaner geht no nei
<martin hirsch>
eine zusammenfassung aller münchner museen findet ihr hier: [ museen ]
kunst umgeben vom charme eines palastes und nie überfüllt, todsicherer höhepunkt
für mußestunden.
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altmodisch und daher eigentlich erst beim zweiten hinsehen glänzend. vielleicht
sonntags, denn da ist freier eintritt.
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