Radl per Telefon? Call A Bike!
München ist um einen guten Service reicher
man sieht sie immer öfter in münchen, diese komischen
radl - schauen irgendwie fesch und modern aus mit ihrem alugestell
und dem komischen gepäckträger. nein, wir haben nach mountain,
trekking, city und funbike nicht mit einem neuen trend auf dem radsportmarkt
zu kämpfen. das zauberwort heißt hier ganz im zeichen
der zeit "bike on demand".
radl fahren ist in, radl besitzen ist out.
call a bike ist die lösung für
all die probleme, mit denen münchner radlbesitzer kämpfen
müssen: hat man ein neues fahrrad, wird's geklaut, hat man ein
altes rad, ist es ständig kaputt. und ich wette, daß
es in der stadt münchen mehr kaputte fahrräder gibt als intakte.
deshalb müssen auch alle immer zu fuß gehen, mvv oder
gar auto fahren.
wäre
es nicht toll, wenn man sich einfach an der nächsten straßenecke
ein radl holen, ein paar blocks weiterfahren und das radl wieder
abstellen könnte, um mit der ubahn weiterzufahren? am ziel
aus der ubahn zu steigen, sich wieder sich ein radl zu holen, zum
endgültigen ziel zu strampeln und es dort einfach wieder abzugeben?
ohne dem netten kollegen, der einen heimfahren will, sagen zu müssen:
"ist nett von dir, aber ich bin mit dem radl da!" auch
wenn man mit dem auto unterwegs ist, dann im biergarten doch das
eine oder andere maßerl trinkt, wäre eine heimfahrt per
leihrad doch vernüftig.
und all das gibt's jetzt seit dem 19.04. in münchen. die firma
"call a bike" hat münchen mit 2000 rädern versorgt,
die flächendeckend an allen telefonzellen
innerhalb des mittleren rings stehen. dort kann man sich per telefon
ein bereitstehendes radl aufschließen, um es einfach woanders
wieder abzugeben. und auch wenn's anfangs kompliziert erscheint
- so funktioniert's:
die callbikes in ihrem unverwechselbarem high-tech-design stehen
in einem dichten netz an den telefonzellen innerhalb des mittleren
ringes zur verfügung, sie können an jeder beliebigen zelle ausgeliehen
oder zurückgegeben werden. benötigt der kunde ein bike, ruft er
die kostenlose hotline 0800
- 522 5522 an, gibt seine kundennummer und die bikenummer
durch und erhält einen vierstelligen öffnungscode, den er über
das display am schloss eingibt.
nun kann er beliebig lange fahren, das bike zwischendurch abschließen
und mit dem öffnungscode immer wieder öffnen. nach gebrauch
gibt er am schloss "beenden" ein und erhält auf dem display einen
quittungscode angezeigt, den er telefonisch über die hotline weitergibt.
dadurch ist der ausleihvorgang beendet, die abrechnung
erfolgt nach wunsch über kreditkarte oder über das bankkonto.
dm
1,80 zahlt man pro ausleihvorgang, nach 5 min. zusätzlich 3
pf./min., nach der 7. stunde 1 pf./min. d.h. für 1h kostet's
dm 3,45, 2h dm 5,35, 6h dm 12,45 und 48h dm 37,65. nach 48 stunden
muß man das rad spätestens wieder zurückgegeben
haben. die kunden müssen bei zwischenstops das rad an eine
festen gegenstand sperren und haften mit max dm 80,- wenn das bike
gestohlen wird. doch dazu wird es hoffentlich nicht kommen: durch
das eigenwillige design und die festverbundenen teile ist es für
diebe wenig attraktiv. zurückgeben muß man's an
einer telefonzelle innerhalb des rings. bei rückgabe außerhalb
dieser zone oder an einer straßenkreuzung werden geringe extragebühren
fällig. bei einer panne gibt's ein ersatzrad gratis geliefert.
wir von munichx halten das alles für eine super idee und hoffen,
daß call a bike bestand haben wird - immerhin wurde eine hohe
ausfallquote einkalkuliert. wir als biergartengänger und partymacher
werden den service auf jeden fall nutzen.
ach ja: wer keine kreditkarte hat, sollte sich möglichst im
voraus registrieren lassen. per überweisung dauert die zusendung
der kundennummer nämlich ca. 2 tage.
nähere
infos zu call a bike gibt's auf der offiziellen homepage.
die ist allerdings unserer meinung nach ein kompletter reinfall.
superlangsame, komplett flashanimierte seiten finden wir nämlich
scheiße. aber versucht doch selbst, die infos zu finden
oder tel. 0800 - 522 5522.
<og>
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