Augen auf im Haus der Kunst
Die besten Austellungen im Sommer im Haus der Kunst
Ein
lebender und ein bereits verstorbener Künstler erweisen uns im Sommer 2001 die
Ehre, ihr Kunstwerke besichtigen zu dürfen. Sean Scully und Hans Mattis-Teutsch
und der Blaue Reiter warten bald auf Euch.
Vom 14.6. bis zum 9.9. präsentiert das Haus der Kunst Werke aus den Neunziger
Jahren von Sean Scully. Der gebürtige Ire (* 1945), der in New York, Barcelona
und London lebt, hat in den vergangenen drei Jahrzehnten mit größter Konsequenz
ein charakteristisches malerisches uvre geschaffen. Im Unterschied zu den Retrospektiven
im Lenbachhaus in München (1989) und der Schirn Kunsthalle in Frankfurt (1995)
steht im Zentrum dieser Ausstellung ausschließlich das aktuelle Schaffen. Gezeigt
werden rund 100 Gemälde, Pastelle, Aquarelle und Fotografien der letzten zehn
Jahre. Zentrales Thema von Scullys Bildern ist die Malweise: Der Künstler legt
zahlreiche, pastos aufgetragene Farbschichten übereinander, die sich zu irritierenden
Farbklängen zusammenfinden. Der Malvorgang bleibt vor allem in den Randzonen der
Streifen, dort, wo die kontrastierenden Farben aufeinanderstoßen, rekonstruierbar.
Eine Freude für jeden Kunstfreund.
Vom
6.7. bis zum 7.10. gibt es einen visuellen Genuss ganz anderer Art. Die Ausstellung
"Mattis-Teutsch und Der Blaue Reiter" bietet ein großes Spektrum des siebenbürgischen
Künstlers (1884-1960): Die Ungarische Nationalgalerie, Budapest, die MissionArt
Galerie, Budapest und das Haus der Kunst München haben über 150 Gemälde, 40 Skulpturen,
30 Graphiken, 70 Linol- und Holzschnitte und zahlreiche Dokumente aus internationalen
öffentlichen wie privaten Sammlungen ausgesucht, um erstmals einen repräsentativen
Überblick über das Lebenswerk dieser komplexen Künstlerpersönlichkeit zu ermöglichen.
Das zentrale Motiv seiner Arbeiten aus den produktiven 10er Jahren war die Natur.
Er gab sie in einer farbintensiven, stark rhythmischen, expressiven Bildsprache
wieder. Seine Suche nach den Kräften, die die Welt im Innersten zusammenhalten,
und nach den Bewegungsenergien, die verborgen in den sichtbaren Einzelerscheinungen
walten, führten ihn zunehmend zur Abstraktion. In dieser spirituellen Auffassung
der Farbe und der symbolischen Formen wie auch im Vertrauen auf ihre allgemeinverständliche
Ausdruckskraft lag die zentrale Übereinstimmung zwischen Mattis-Teutsch und den
Malern des Blauen Reiters. Die in der Ausstellung vollzogene Gegenüberstellung
lässt diese Verbindung deutlich sichtbar werden, obgleich sie bis heute nicht
dokumentarisch belegbar ist. Ein wunderschöner Ausflug in die Vergangenheit.
haus der kunst
089/21127115 prinzregentenstr.
1
[ mvv ]
täglich von 10-22h
parkplatzfaktor schwierig
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