Olympiastadion, Teil 147
das
bürgerbegehren gegen stadionumbau
nun
ist es soweit, das ewige lied um den umbau des olympiastadions hat
eine neue strophe bekommen. wo doch nach dem wm-zuschlag für
deutschland schon fast alles abgemacht schien, rührt sich nun
der bürgerwillen. mit der unterstützung
nahmhafter architekten und des olympia-obs vogel wird nun gekämpft,
um das architektonische denkmal so zu erhalten, wie es geplant war,
nämlich als filigranes, perfekt in das gesamtkonzept eingefügtes
leichtathletikstadion.
gegen einen umbau sprechen viele gründe: technisch wäre
er sehr kompliziert und somit teurer als ein neubau an anderer stelle.
münchen hätte jahrelang kein und dann auf ewig ein zwitterhaftes
stadion, das dem fußballanforderungen
nie wirklich gerecht werden kann und andere sportarten völlig
ausschließt. auch die konzertveranstalter würden sich
über ein weiteres stadion freuen, denn seit in münchen
jede woche mindestens ein fußballspiel stattfindet, beschränken
sich die termine nur auf die sommerpause, was sich mit den tourplänen
meist nicht vereinbaren läßt.
als einzig möglicher standort für die neue arena gilt
nach jahrelangen studien das gelände des ehemaligen radstadions,
das schon in den nachnutzungsplanungen von 1968 für eine weitere
arena vorgesehen war. doch leider ist es per erbpacht an eine grundstücksgesellschaft
vergeben. verhandlungen müssen wohl begonnen werden, denn ab
07.08. soll die sammlung der 30.000 nötigen unterschriften
in der fußgängerzone beginnen. animationen der bisher
geplanten varianten findet ihr unter [ rakete.de ].
doch sind der fc bayern oder der tsv 1860 damit auf dauer zufrieden?
wir befragten unsere leser eine woche lang auf unserer startseite,
was sie von den umbauplänen halten und erhielten folgendes
deutliches ergebnis:
gut finden den umbau lediglich 31 prozent.
keine meinung
haben 7 prozent.
für
mist befanden 62 prozent alle bisherigen planungen.
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