The Dø also. Weder eine dieser fantastischen aufstrebenden dänischen Bands, wie der seltsame Umlaut im Namen vermuten lässt, noch ein neues britisches Indie-Wunder noch ein verspieltes amerikanisches New-Folk-Underground-Seitenprojekt einer Alternative-Rockband. Obwohl all das drin steckt, und noch viel mehr.
Die Sängerin Olivia Merilahti hat nicht nur eine fantastische Stimme, sondern kann nebenbei auch noch dreckiger rappen als Eminem. Ihr Partner, der Multiinstrumentalist Dan Levy produziert ihr einen Klang auf den Leib, in dem stilsicher alles auftaucht, was man nicht erwartet: von früher Dalbello über Folkikonen über plötzlich riffende Rockgitarren bis hin zu experimentellem Elektro und HipHop.
Zu hören ist diese aufregende Soundvermischung und -verwischung auf der Debüt-LP "A Mouthful". Die Musik überzeugte unter anderem Luke Pritchard, den Frontmann der Kooks, zusammen mit The Dø ins Studio zu gehen. Nein, nicht nur für ein Stück, sondern für ein komplettes Album von Coverversionen.
"I want to do it a bit like, trashy The Velvet Underground And Nico kind of vibe", sagt der Sänger dazu. Da ist er bei The Dø genau an die Richtigen geraten. Und bis diese Kollabo am Start ist, sollte man sich das französische Wahnsinns-Duo live anschauen.
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