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Alte Pinakothek: Schätze aus dem Depot

Adresse:
Alte Pinakothek
Barerstr. 27
80333 München

Stadtplan ]

tel: 089/23805216
fax: 089/23805118


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Stadtplan Alte Pinakothek München     

Alte Pinakothek - Schätze aus dem Depot

Diese Veranstaltung ist leider schon vorbei!
Termin: Do 17.03.11 bis So 15.01.12

  

Schätze aus dem DepotAnlässlich des Jubiläumsjahres werden einige selten gezeigte Gemälde aus dem großen Sammlungsbestand der Alten Pinakothek präsentiert. Einige waren mehr als ein halbes Jahrhundert nicht mehr zu sehen, andere wurden in den vergangen Jahren – aber auch meist nur kurze Zeit – gezeigt. Unbekannte Meisterwerke, aber auch Ungewöhnliches gibt es ab 17. März in den Nordkabinetten im Ausstellungsbereich am Klenze-Portal der Alten Pinakothek zu entdecken.

Die Ausstellung beginnt mit altniederländischen Gemälden, unter denen drei Kopien besondere Aufmerksamkeit verdienen: Sie entstanden nach Werken von Jan van Eyck wie die zwei großformatigen Kopien nach Tafeln des Genter Altars, die Michiel Coxcie zwischen 1557 und 1559 im Auftrag des spanischen Königs Philipp II. für die Kapelle des königlichen Palastes in Madrid anfertigte, und das „Wahre Antlitz Christi“, eine Kopie aus der Zeit um 1500 nach dem Original von van Eyck aus dem Jahr 1438. Ergänzt werden sie durch Werke der Antwerpener Manieristen, Kopien nach Werken des Brügger Malers Gerard David sowie ein anrührendes Ehepaarbildnis des Jan Joest van Kalkar.

Der frühen italienischen Malerei aus Florenz und Mittelitalien ist der folgende Saal gewidmet. Werke vom Beginn des 14. bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts, darunter Gemälde von Segna di Bonaventura, Niccolò di Pietro Gerini, Agnolo Gaddi und Fra Angelico, dokumentieren das hohe Niveau und die Ausstrahlungskraft der florentinischen Kunst. Mit Fragmenten aus großen Altarzusammenhängen, mit Andachtsbildern und einem Porträt werden zugleich die wesentlichen Aufgaben der Malerei dieser Zeit präsentiert.

Großformatige Historienbilder der Antwerpener Malerei aus den 1530er bis 1580er Jahren schließen sich an. Die so genannten „Romanisten“ verschmelzen in ihren Werken die niederländische Bildtradition mit Impulsen durch die italienische Malerei. Während Willem Keys „Beweinung“ noch deutlich auf ältere Vorbilder zurückgreift, kündigt sich in den kräftigen, muskulösen Figuren des Jan Sanders van Hemessen die Auseinandersetzung mit Werken Michelangelos an, die er auf einer Reise nach Italien kennenlernen konnte. Die „Mannalese“ von Maerten de Vos repräsentiert mit der Vielzahl von elegant gelängten Figuren den „horror vacui“, der für den Manierismus typisch ist.

Es folgen holländische Architekturstücke, die im 17. Jahrhundert als „Perspektiven“ bezeichnet wurden. Spezialisierte Fachmaler widmeten sich seit dem späten 16. Jahrhundert der Darstellung von Innen- und Außenansichten zunächst imaginierter, später auch realer Gebäude. In der Nachfolge seines Vaters Hans Vredeman de Vries, der am Beginn der Entwicklung stand, gehörte sein in Amsterdam tätiger Sohn Paul zu denen, die die Architekturmalerei in Holland zwischen 1610 und 1620 etablierten. Diese stand um die Mitte des Jahrhunderts in höchster Blüte, wie die qualitätvollen Gemälde von Bartholomäus van Bassen, Anthonie de Lorme und Daniel de Blieck belegen.

Den Abschluss der Ausstellung bilden Werke der französischen Malerei: Vom Historienbild bis zum Porträt, vom 17. Jahrhundert bis zur Zeit des Rokoko reicht das Spektrum der gezeigten Gemälde. Sie dokumentieren ganz unterschiedliche Ausdrucksweisen der zwischen Rom, Paris und Lothringen tätigen Maler: Claude Deruets „Raub der Sabinerinnen“ ist beispielsweise noch der manieristischen Formensprache verpflichtet; „Herkules und Omphale“ von Charles Antoine Coypel besticht durch die lebendige Farbigkeit in rubensscher Tradition. Mit einigen Ölstudien von Pierre Subleyras sind zudem faszinierende Zeugnisse des künstlerischen Schaffensprozesses zu sehen.






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