Als Kopf der herrlich unkonventionellen Boogie-Stoner-Rocker Eagles Of Death Metal ist Jesse Hughes seit zehn Jahren ein fester Begriff in der Rocklandschaft. Nun hat der überzeugte Schnurrbartträger etwas Neues ausgeheckt: Bei seinem Soloprojekt Boots Electric mixt er Rock mit Disco, angriffslustige Gitarren mit betont tanzbaren Beats. Im September erschien das Debütalbum „Honkey Kong“ und bekam flächendeckend begeisterte Kritiken. Nachdem Boots Electric im Herbst erstmals in Deutschland gastierten, kehren sie vom 19. bis 22. März für vier weitere Konzerte in Hamburg, Bochum, Köln und München zurück.
Seit die Eagles Of Death Metal den internationalen Rockzirkus mit ihrer unverwechselbaren Mixtur aus Stoner Rock, Boogie, Rock’n’Roll und einer gehörigen Portion Humor aufmischen, weiß man um die Entertainer-Qualitäten von Jesse „The Devil“ Hughes. Die Band gründete er gemeinsam mit dem Queens Of The Stone Age-Frontmann Josh Homme, einem engen Freund seit Highschool-Tagen. Erstmals traten sie 1998 auf den „Desert Sessions 3 & 4“ in Erscheinung. Mit ihren drei Alben „Peace, Love, Death Metal“ (2004), „Death By Sexy“ (2006) und „Heart On“ (2008) hat sich die Formation ein weltweites Renommee als brillant unterhaltsame Live-Band erspielt. Wechselnde Besetzungen sorgen für steig frisches Blut im Sound, die enge Beziehung zu den
Queens Of The Stone Age hat beide Acts kreativ beflügelt.
Seit 2009 heckt der 39-jährige Sohn eines Musikers, der in Palm Desert aufwuchs, ein neues
Projekt aus: Mit Boots Electric entwarf er einen Stil, den die Presse schon jetzt als „Dirty Disco“
beschreibt. Es ist eine schweißtreibende, betont roh und unbehandelt gehaltene Melange aus
Tanzbarkeit und dreckigem Rock-Feeling, mit strammen Riffs für die Rocker und kantigen
Rhythmen für die Tänzer. Erneut gesellen sich Hughes’ ironische Texte hinzu, für die er bekannt
ist. Boots Electric solle vor allem Spaß machen – der Band selbst wie auch dem Publikum.
Das im September veröffentlichte Debüt „Honkey Kong“ komponierte Hughes gemeinsam mit dem
Beastie Boys-Keyboarder und Solokünstler Money Mark in Los Angeles, weitere Gäste waren
unter anderem die Distillers-Sängerin Brody Dalle und erneut Josh Homme. Die Produktion
übernahm Tony Hoffer, bekannt durch seine Arbeit für Beck, Depeche Mode oder Air. „Honkey
Kong“ wurde von der Presse beschrieben als „Schrammelgitarren-Elektro-Bastard, der zu gleichen Teilen in Kopf und Beine gehe“. Damit kreierte Jesse Hughes einen Sound und ein Image, die so unvergleichbar wie mitreißend sind. Das umjubelte Live-Debüt in Deutschland im September
zeugte von den großen Entertainer-Qualitäten dieser Band, die sich im März noch einmal für vier
Shows die Ehre gibt.
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