Social eSports zeigt das Finale der Dreamhack Summer. In der eSports Szene vollzieht sich ein Wandel, weg vom Klischee des einsamen Nerds der seine Zeit am Computer verbringt, hin zu mehr sozialer und vor allem realer
Interaktion. Konzepte wie Barcraft haben es möglich gemacht, dass Spieler sich treffen,
vernetzen und gemeinsam Starcraft Turniere erleben können. Barcraft ist die Verbindung
von Livestream und sozialem Miteinander. Für Fußball ist dies bereits seit langem als
Public-Viewing bekannt. Für Starcraft 2 gibt es das seit etwa 1 Jahr. Der Vergleich zum
Fußball scheint gewagt, da dieses doch als Volkssport in Deutschland angesehen wird
und sowieso jeder Bundestrainer ist. Doch ist Computerspielen nicht auch längst
Volkssport?
Eine kleine Anzahl von Spielen sind im sogenannten eSports vertreten. League of
Legends, Starcraft 2 und Dota 2 gehören zu den meist gespielten Spielen derzeit. Oft
wird auch der Vergleich zum Schach gezogen, welches selbst in Deutschland als
offizielle Sportart angesehen wird und das obwohl sich der Bewegungsradius eines
Schachspielers doch stark in Grenzen hält. Die Leistung eines Schachspielers ist
dennoch enorm, denn die vollbrachte Leistung findet in seinem Kopf statt. Und genau
hier hat man die Parallelen zum eSports. Es ist dabei nicht nur wichtig schnell zu
reagieren und exakt zu arbeiten (die besten Starcraft 2-Spieler kommen dabei auf bis zu
350 Aktionen pro Minute), sondern auch Strategien zu erarbeiten und diese im Spiel
zudem noch an die Strategie des Gegners anzupassen. Wir reden hier von Bruchteilen
von Sekunden in denen teilweise Entscheidungen getroffen werden müssen, die über
Siege oder Niederlagen entscheiden. Dass es darüber hinaus auch noch häufig um hohe
Preisgelder geht, ist für die Professionalisierung des eSports von wichtiger Bedeutung.
Preisgelder in Höhe von 80.000 € sind längst keine Seltenheit mehr. Der Sieger des
Dota 2-Turniers „The International“, welches vom Entwickler Valve persönlich organisiert
und finanziert wird, erhält gar 1.000.000 $.
Doch trotz dieser sehr hohen Preisgelder, der enormen Leistung der Spieler und der
zunehmendem Professionalisierung des eSports ist es kaum möglich mit
außenstehenden Personen über dieses Thema zu reden ohne ein abfälliges Lächeln zu
bekommen. Genau hier will Social eSports ansetzen. Durch zahlreiche Public-Viewing
Events sollen die Gräben zwischen eSportlern und dem Normalospieler geschlossen
werden. Deutschland ist auf einem guten Weg, was die Ausstrahlung der „Intel Extreme
Master“ im Spartensender ZDF.Kultur zeigt. Wie es gehen kann, sieht man
währenddessen in Südkorea. Dort gibt es eine ganze Anzahl an Sender, die sich
ausschließlich mit eSports befassen.
Mit dem Projekt Social eSports möchten wir eSports noch gesellschaftsfähiger machen
und damit auch zur weiteren Professionalisierung dieses Sports beitragen. Wir beginnen
mit der Übertragung des DOTA 2 Turniers auf der Dreamhack Summer in diesem Jahr.
Dieses zweitägige Event wird am 17. und 18. Juni auf Leinwänden in der Campus-
Cneipe in Garching bei München übertragen. Zur Abrundung trägt die parallele
Übertragung des Fußball Europameisterschaftsspiel zwischen Deutschland und
Dänemark bei. Wir erwarten bis zu 200 Gäste aus Süddeutschland und Österreich. Für
die Zukunft sind weitere Übertragungen aus dem Bereich DOTA 2, League of Legends
und Starcraft geplant.
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