Gegenwinde - Widerstände. Warme Tage, laue Nächte
Zeit für Filmgenuss auf der Terrasse des EineWeltHauses. Eine Oase in der Stadt! Vom 24. Juni bis 2. September 2011, immer freitags!
Bei Regen im EineWeltHaus
Mit Bewirtung vom Team der Weltwirtschaft
Der Eintritt ist frei.
Spenden für das EineWeltHaus sind sehr willkommen!
22. Juli 2011 um 21.00 Uhr
La estrategia del caracol – Die Strategie der Schnecke
Sergio Cabrera
Kolumbien 1993
Ein altes Mietshaus in einem Vorort der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. Der Besitzer, ein neureicher Yuppie, will das Haus entmieten, die Bewohner auf die Straße setzen, doch in der "Casa Uribe" lebt eine bunt zusammengewürfelte Schar: Jacinto, der alte Anarchist; Romero; ein Anwalt ohne Zulassung, der aber alle Gesetzestricks kennt; ein Pater, der im Diesseits Befriedigung sucht; Gabriel, der sich als Gabriela verkauft; eine Alte, die mit einem Scheintoten lebt und der ein Wunder geschieht. Sie alle besitzen keine Chance, aber sie nutzen sie. Denn der Anarchist Jacinto entwickelt einen schlitzohrig-genialen Plan, wie man die noch verbleibende Zeit bis zum angedrohten Rauswurf nutzen kann.
29. Juli 2011 um 21.00 Uhr
Moolaadé - Bann der Hoffnung
Ousmane Sembene
Senegal/Frankreich/Burkina Faso/Kamerun/Marokko/Tunesien 2004
Vier Mädchen, die sich weigern sich beschneiden zu lassen, suchen Schutz bei einer Frau mit einem starken Willen, die ihre eigene Tochter vor der Beschneidung bewahrt hat. Als die anderen Bewohner des Dorfes und ihre Verwandten versuchen sie zu zwingen, sich von den Mädchen zu trennen, beruft sie sich auf den altehrwürdigen Brauch des »Mooladé«, das einen unantastbaren Schutzraum, Zufluchtsstätte bietet. Selbst als die Heirat ihrer Tochter durch ihre mutige Haltung gefährdet wird, behauptet sie ihre Stellung.
5. August 2011 um 21.00 Uhr
Die Frau des Anarchisten
Marie Noelles und Peter Sehr
Deutschland, Spanien, Frankreich 2008
Justo und Manuela sind schwer verliebt und leben mit ihrer Tochter Paloma 1937 in Madrid, als der spanische Bürgerkrieg beginnt. Anwalt Justo kämpft für die Anarchisten und spricht im Radio als "Stimme der Revolution". Doch die Faschisten von General Franco siegen und Justo verschwindet spurlos. Manuela und Paloma müssen den Hohn der Opportunisten ertragen, doch sie suchen unerschütterlich nach Justo.
12. August 2011 um 20.30 Uhr
Lücke im System
Ein Spielfilm von Romed Wyder
Schweiz / Deutschland 2004
Um das Weltwirtschaftsforum zu verhindern, wollen die Globalisierungsgegner Alex und Fred einen Virus ins Computersystem einer Großbank einschleusen. Doch am entscheidenden Tag verliert Alex durch einen mysteriösen Autounfall sein Kurzzeitgedächtnis. Im Krankenhaus wieder aus dem Koma erwacht, ist die Erinnerung an den Tag des Anschlags erloschen. Konnte er das Virus vor seinem Unfall noch aktivieren oder nicht? Inzwischen haben sich nicht nur die Agenten der Bank an die Fersen der jungen Verschwörer geheftet. Auch der Plan, den Weltwirtschaftsgipfel zu sabotieren und eine Absage zu erzwingen, droht ins Leere zu laufen. Damit beginnt eine Jagd auf Leben und Tod - nach Informationen, nach Beweisen und nicht zuletzt nach Erinnerung.
19. August 2011 um 20.30 Uhr
Öffne meine Augen – Te doy mis ojos
Icíar Bollaín
Spanien 2003
In einer Winternacht hat Pilar endgültig genug: fluchtartig packt sie ihre Sachen, ihren kleinen Sohn Juan und verlässt die Wohnung - und ihren Ehemann Antonio. Bei ihrer jüngeren Schwester Ana findet sie Zuflucht. Seit über zehn Jahren lebt Pilar mit Antonios Gewaltausbrüchen - seit über zehn Jahren hat sie Schläge und Krankenhausbesuche über sich ergehen lassen. Zehn Jahre lang hat sie aus Liebe zu Antonio geschwiegen. Jetzt drängt ihre Schwester sie zu einer Scheidung; sie hilft ihr einen Job zu finden, selbständig zu werden.
Aber gleichzeitig ringt sich Antonio zu einer Therapie durch und fleht Pilar an, zu ihm zurückzukehren. Pilar ist hin- und hergerissen zwischen ihren Gefühlen für Antonio und ihrer Angst vor seiner Unberechenbarkeit. Antonio schwört, alles dafür zu geben, eine normale Beziehung zu führen. Aber kann er sein Versprechen halten?
26. August 2011 um 20.30 Uhr
The Wind that Shakes the Barley
Ken Loach
Irland / Großbritannien / Deutschland / Italien / Spanien 2006
»The Wind That Shakes the Barley« erzählt die Geschichte des jungen Damien, der seine Arztkarriere aufgibt, um für die irische Unabhängigkeit zu kämpfen. Er schließt sich den Verbündeten seines Bruders Teddy an, die nach dem irischen Oster-Aufstand 1916 und der international nicht anerkannten irischen Unabhängigkeit gegen die übermächtige britische Krone ins Feld ziehen. Bewaffnet und doch wehrlos, zahlreich und doch zu wenige, leidenschaftlich und doch verwundbar, bündeln sie ihre Kräfte und treiben ihre einzige Chance, den Guerilla-Krieg gegen die Weltmacht, bis ins Inferno. Der zweifelhafte Friedensvertrag mit den Briten zerbricht nicht nur die Widerstandsbewegung, sondern sprengt auch die Brüder Damien und Teddy auseinander.
2. September 2011 um 20.30 Uhr
Zeit des Zorns
Rafi Pitts
Deutschland / Iran 2010
Ali lebt mit seiner Frau und seiner sechsjährigen Tochter in der Metropole Teheran. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis arbeitet er in einer Fabrik und kann kaum Zeit mit seiner Familie verbringen. Dennoch versucht er, ein normales Leben zu führen. Von Zeit zu Zeit zieht er sich in die Wälder zurück und geht auf die Jagd. Doch die trügerische Ruhe seiner geregelten Lebensbahnen wird herausgefordert, als die Stadt in Aufruhr gerät. Menschenmassen ziehen durch die Straßen und die Tumulte erfassen bald auch Ali und seine Familie. Als Alis Frau und Kind bei einer Demonstration erschossen werden, nimmt Ali sein Gewehr und bezieht Stellung auf einem Aussichtspunkt über den zirkulierenden Highways Teherans.
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