„Bildhauerzeichnungen – Maillol, Laurens, Despiau, Cimiotti, Peters, Croissant, Rickey, Paolozzi, Eberstadt u. a.". Wie kaum ein anderes künstlerisches Medium bewegt sich die Bildhauerzeichnung im falschen System: Auf der glatten Fläche des Papiers versucht sich der Künstler in der Lösung dreidimensionaler Probleme.
So ist es einer der Grundimpulse der Bildhauerzeichnung, die raum-zeitliche Limitierung zu simulieren oder gar aufzulösen. Klärendes, Erklärendes, spontane Korrekturen, Änderung von Blickwinkel und Volumen – alles ist erlaubt. Schrift und Maßangaben sind durchaus üblich. Auch kann es passieren, dass die Oberfläche des Blattes selbst im Werkprozess allerlei Spuren davon getragen hat, eben weil es für die Produktion der „eigentlichen“ bildhauerischen Arbeit als Vorlage fungierte. Möglichst viele Facetten dieses weiten Feldes zu beleuchten, ist Ziel der Ausstellung.
Als Motiv für die Einladungskarte dient eine Arbeit von Eduardo Paolozzi. Das „Berlin“ betitelte Blatt liest sich wie die Partitur einer Stadtrundfahrt: Der städtische Raum löst sich auf in einer persönlichen, skripturalen Abfolge sinnlicher Eindrücke all dessen, was dem Künstler auf seinem Weg begegnet ist.
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