Manfred Jäger wurde 1942 in Oberreifenberg geboren und verstarb 2009 in München. Schon während seiner Jahre als Schriftsetzer formte sich in ihm mehr und mehr der innere Wunsch heraus, sich der Malerei zuzuwenden. Als Autodidakt war Manfred Jäger frei von Strömungen in der bildenden Kunst und wandte sich schon sehr bald der Monochromie zu. Seine anfänglichen Linienbilder zumeist in Schwarz- oder Grautönen wichen einem vielschichtigen Farbauftrag auf Leinwand oder Holz, der zum Teil durch Abreibungen wieder reduziert wurde, um weitere neue Farbschichten aufzutragen. Manfred Jäger sah sich als Vertreter einer abbildlosen, reinen Malerei, in der die Farbe, der Bildraum und die Lichtdurchlässigkeit des Farbauftrages das Wesentliche sind. Als Manfred Jäger 2009 völlig unerwartet verstarb, hinterließ er ein qualitativ beeindruckendes Oeuvre an ausdrucksstarken Bildern voller Strahlkraft und Energie.
Lars Strandh wurde 1961 in Gothenburg/Schweden geboren, er lebt und arbeitet in Oslo/Norwegen. Die aus der Ferne primär monochrom wirkenden Bilder von Lars Strandh setzen sich aus vielen fein gezogenen Pinselstrichen zusammen. Präzise, immer horizontal über das aufgespannte Gewebe gezogen, beginnen die oft nur in leichten Farbnuancen gearbeiteten Farblinien vor den Augen des Betrachters zu oszillieren. Die Bilder strahlen Ruhe aus, laden zur Kontemplation ein. Sie reihen sich ein in die Werktradition jener monochrom arbeitenden Kunstschaffenden, die immer wieder die Thematik von Farbe und deren Präsenz/Erscheinung hinterfragen.
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