ein mütterspiel von Ewald Palmetshofer. „Du hast es wirklich mit die Säu: Dein Sohn a Saubär und zum Fressen nur Saufraß.“ Rosi und Hansi. Zwei Frauen irgendwo auf dem Land. Man ist einander alles: Mutter, Tochter, Freundin, Geliebte, Rivalin. Was als Leben der beiden Frauen sichtbar wird, erscheint nur in der Abwesenheit des einzigen Mannes im Haus. Seine Gewalttätigkeit und Unberechenbarkeit engen diesen Rahmen, diese Zone des Lebens bis aufs Äußerste ein, eine wirkliche Alternative zu ihrem Dasein können beide nicht denken.
Ein gemeinsamer Plan bringt das relativ stabile Arrangement zwischen ihnen aus den Fugen. Würde man diesen Mann, Sohn der einen und Ehemann der anderen, nur schneiden wie eine Sau, dann müsste doch alles gut werden.
Einmal ausgesprochen, lässt dieser Plan die beiden Frauen nicht mehr in ihrem Beziehungsarrangement zurechtkommen. Sogar das gemeinsame, fragile Stückchen Leben zerbricht und alles schreitet auf eine Katastrophe zu, die so nicht vorgesehen war.
Ewald Palmetshofer, geboren 1978 im oberösterreichischen Mühlviertel, ist einer der vielversprechendsten jungen Gegenwartsautoren. 2008 wurde er zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen und von der Zeitschrift Theater heute als bester Nachwuchsautor ausgezeichnet. sauschneidn. ein mütterspiel ist sein erstes Stück.
Regie: Thomas Flach
Mit: Christiane Blumhoff, Elisabeth Wasserscheid
Stimme: Sophie Rogall
Metropol goes Oblomow
Eine Koproduktion mit dem BELACQUA Theater Wasserbu
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