KABARETT STACHELBÄR. Duo Bergmeister & Eberle. Und es bewegt sich nichts - Satire auf Rädern. Sie sind wieder unterwegs, die beiden Kabarettisten Volker Bergmeister und Michael Eberle. Eigentlich sollten sie als Stachelbär-Duo in wenigen Stunden auf der Bühne stehen, doch jetzt ist ihre Bühne der Asphalt. Sie stehen im Stau – irgendwo zwischen Nirgendwo und Überall. Kein Wunder, dass die Stimmung angespannt ist, es knistert gehörig zwischen den beiden. Schließlich geht es um die Frage: Wer hat Schuld an der Kurzzeit-Immobilität der beiden Satiriker auf Rädern? Der notorisch zu spät kommende Fahrer Bergmeister oder aber sein meist bahnfahrender, zwar verspätungserprobter, aber doch gänzlich Verkehrsstau ungeübter Beifahrer und Bühnenkollege Eberle? Und so stehen sie da, piesacken sich und machen sich Gedanken über die mangelnde Bewegung einer mobilen Gesellschaft. Warum denkt man bei Stau immer gleich an die Regierung? Und warum gibt es an den Autobahnen nicht längst ein Unterhaltungsprogramm und einen Catering-Service für Menschen, die in ihren Autos ausharren müssen? Die zwei Wartende machen sich Gedanken über individuelle Ökobilanzen, kollektive Ökonomie in Zeiten der Wirtschaftskrise und blicken schon einmal perspektivisch in die nächsten fünf Jahre. Und dann ist da ja noch dieser komische Geruch? Woher kommt er, nach was riecht es da? Und hat der etwa was mit dem Grund des Staus zu tun? Das neue Programm „Und es bewegt sich nichts“ bietet politisches Kabarett, mit dem Bergmeister/Eberle erneut beweisen, dass sie auf der Bühne bestens harmonieren, aber auch lustvoll streiten können. Und sie zeigen, dass für sie nicht nur die Verpackung, sondern auch Inhalte wichtig sind: Sie haben was zu sagen. Selten hat zwei Stunden Warten im Stau so viel Spaß gemacht.
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