"Wo Meine Sonne Scheint". Steigende Flüchtlingszahlen, weltweites Migrantentum, Patriotismusdebatte. Die UNO beschließt das "Jahr der Heimat". Organisiert wird das, nach Maßgabe nationaler Heimatschutzgesetze, von weltweit eingesetzten UNO-Heimatschützern. Einen davon stellt in diesem Bühnenprogramm Ottfried Fischer dar.
Vor dem Hintergrund von Leitkulturen und Globalisierung, Fundamentalismus und Moral geht es um die Werte Heimat, Patriotismus, Religion und Glauben: Verwurzelung contra Vertreibung sowie das Recht auf Freiheit und Heimweh. Der Kabarettbesucher erfährt, wie der rigoros heimatkundige Heimatschützer das Thema anpackt, ganz im Sinne tümelnder Leid-Kultur aus dem tiefen deutschen Süden.
Nach einiger Zeit aber scheint ihm die Sonne der Erkenntnis und er erblickt den Unterschied zwischen "wertkonservativ" und dem Gegenteil, das da schlicht lautet: "blödkonservativ". Wie bereits in seinen vorherigen Kabarettprogrammen entwickelt Ottfried Fischer eine Bühnenfigur, die in die Abgründe von Gesellschaft und Politik eintaucht. Augenzwinkernd, humorvoll, hintergründig.
Ottfried Fischer eben. Ottfried Fischer wird sein drittes Kabarettsolo unter der Regie von Gabi Rothmüller zunächst in kleinen Traditionsbühnen aufführen. Premiere ist im Juni 2008 in der Münchner Lach- und Schießgesellschaft. Ottfried Fischer: Jahrgang 1953. Kabarettist seit 1977, Internationaler Kabarettpreis "Salzburger Stier"1985, Deutscher Kleinkunstpreis 1986, Spektakuläres Telefonat als "Franz- Josef Strauß" mit dem österreichischen Bundespräsidenten Waldheim 1987, Hauptdarsteller in der TV Serie "Der Bulle von Tölz", monatliche Kabarettsendung "Ottis Schlachthof". "Nicht die Lösung des Widerspruchs ist Kabarett, sondern seine lustbesetzte Benennung. Und darin ist Ottfried Fischer Meister." (TZ München)