Anlässlich 25 Jahre Medienzentrum München veranstaltet das Medienzentrum in Kooperation mit der Filmstadt München vom 23. bis 28. April eine Retrospektive „25 Jahre Jugendfilmkultur“. Gezeigt werden die besten Filme von jungen Filmemacherinnen und Filmemachern aus München der letzen 25 Jahren. Von 1982 bis 2007 wurde für jedes Jahr ein Film ausgewählt, der beispielhaft die Entwicklung der Jugendfilmkultur widerspiegelt. Die Retrospektive wird im Kino des Medienzentrums in der Rupprechtstr. 29 (U 1 Maillingerstraße) gezeigt. Informationen zum Programm gibt es unter www.medienzentrum-muc.de. Der Eintritt ist frei.
Die Filmreihe startet am 23. April um 18.00 Uhr mit dem 1982 entstandenen Film „Vlachodeutsch“ des Internationalen Jugendzentrums Haidhausen. In diesem Super-8-Film wird die Geschichte eines griechischen Jungendlichen erzählt, der sich in seiner neuen Heimat München zurechtfinden muss. Schwierig wird es für ihn, als er sich in ein deutsches Mädchen verliebt und die Gegensätze aufbrechen. Schwierigkeiten ganz anderer Art zeigt der Film „Zwei Freunde im Keller“ aus dem Jahr 1988, der am 24. April im Kino des Medienzentrums vorgeführt wird. Dieser Film schildert die Lebenssituation zweier illegaler Einwanderer, die unter menschenunwürdigen Bedingungen im Keller hausen und ständig Angst haben, entdeckt zu werden. Der Film von Özdil Savaci und Erdal Buldun veranschaulicht eindringlich die Situation vieler Asylsuchender Ende der 80er Jahre, die in Deutschland eine Heimat suchten, aber durch die immer restriktiver werdenden Asylgesetze in den Untergrund abtauchen mussten. Einen Einblick in den Alltag einer ganz anderen Szene gibt der Film „Alltag einer Ameise“ aus dem Jahr 1989, der am 25. April auf dem Programm steht. Dieser halb-dokumentarische Spielfilm, der in Kooperation mit den Münchner Streetworkern entstanden ist, beschreibt am Beispiel von Steffi und Fossi das Lebensgefühl Münchner Punks. Die Retrospektive wird ergänzt durch aktuelle Filme junger Münchner Filmemacherinnen und Filmemacher, die kürzlich im Kino oder Fernsehen liefen. So sind am 23.April der Dokumentarfilm „Halbwertszeiten“ von Irina Kosean und am 24. April die für den besten deutschen Fernsehpreis nominierte Komödie „Meine verrückte türkische Hochzeit“ zu sehen. Außerdem läuft am 25. April die Fußballer-Komödie „Aus der Tiefe des Raumes“ und am 26. April die Dokumentation „Dragon Songs – Lang Lang in China“ über eine Tournee des chinesischen Starpianisten in China von Benedict Mirow. Die Filmreihe beginnt täglich um 18.00 Uhr außer am Freitag, hier gibt es Vorführungen um 13.00, 15.00 Uhr 17.00 Uhr. Der Eintritt zu allen Filmvorführungen ist frei. Für die Festveranstaltung „25 Jahre Medienzentrum München“ am 27. April um 19.00 Uhr ist eine Einladung erforderlich.
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