Die Rauminstallationen des Bildhauers Benjamin Bergmann (* 1968), zuletzt zu sehen im Schauspielhaus Frankfurt, im ehemaligen Palast der Republik in Berlin oder in der Ausstellung »Made in Germany« im Sprengel Museum Hannover, kreisen um fundamentale gesellschaftliche Themen: Heldenverehrung, Körper- und Fortschrittskult, Konsum- und Größenwahn. Wo liegen die Antriebskräfte des Menschen zu extremer Leistung, rauschhaftem Exzess und Betäubung der Sinne? Viele dieser Phänomene haben religiöse Wurzeln und gehen auf Fragen zurück, die Menschen seit Jahrhunderten beschäftigen. Sicher auch deshalb verwendet Bergmann für viele seiner Arbeiten Titel, die auf biblische
Erzählungen hinweisen: »Die Speisung der Zehntausend« oder »Die Box von Jericho«. Sie erneuern die Kraft archaischer Bilder und überprüfen die Tragfähigkeit des Utopischen nach dem Ende der historischen Avantgarden. Für das große Treppenfoyer der Pinakothek der Moderne entwickelt Benjamin Bergmann eine neue Arbeit.
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