nach dem Roman von Blake Nelson, in der Bearbeitung von Beat Fäh. Regie Beat Fäh. ca. 100 Minuten, ab 12 Jahren
Das Unglück nimmt seinen Lauf im Paranoid Park, einem illegalen Skater-Park, wo sich die besten Skater treffen, aber auch Straßenkids. Er ist eigentlich nicht gut genug für den Paranoid Park, aber stolz dazu zu gehören. Einige schlagen vor, auf einen Güterzug aufzuspringen, um schneller zum nächsten Supermarkt zu kommen. Er hat von Beginn an ein mulmiges Gefühl, und dann läuft die ganze Sache aus dem Ruder.
Ein Wachmann sieht die blinden Passagiere und will sie zum Absteigen zwingen. Mit einem Schlagstock prügelt er auf sie ein. Sie wehren sich und rennen davon. Aus sicherer Distanz schauen sie zurück. Und plötzlich sehen sie, wie der Wachmann unter den Zug gerät. In diesem einen Moment verändert sich alles.
Sein Leben ist versaut. Mit einer falschen Bewegung hat er sich jede Möglichkeit verbaut, ein normales Leben zu führen. Er hat alles verspielt. In einer Sekunde wandelt sich die Situation vom Abenteuer zum Horror. War es Notwehr? Hat er überhaupt Schuld? Panik. Schlaflosigkeit. Schweigen. Wem kann er sich anvertrauen? Wie kann er mit der Schuld umgehen? Soll er sich der Polizei stellen? Im Mittelpunkt der Geschichte steht nicht die Aufklärung des Falls, sondern das Lebensgefühl eines Jugendlichen, der niemanden hat, bei dem er sein Herz ausschütten kann. Unvermittelt sitzt er eingeklemmt in einer Welt von Not, Schuld und einem riesigen Verantwortungsgefühl, das ihn überfordert.
Immer ist die Rede davon, dass man Jugendlichen helfen müsse. Andauernd gibt es irgendein neues Programm. Aber bei einem richtigen Problem gibt es niemanden, der Rat weiß. Warum gibt es keine Nummer, bei der man anonym anrufen und mit jemandem reden kann, der wirklich was weiß, der einen wirklich beraten kann?
Die Geschichte beschreibt auf packende und zugleich berührende Art, wie ein Junge unvermutet Mitspieler in einem tragischen Vorfall wird und sich der Verantwortung nicht entzieht.
mit: Josephine Ehlert, Lucca Züchner, Markus Campana, Wolgang Cerny, Johannes Klama und Peter Wolter
19.01. 10:30 + 19:30 Uhr
Di 7.2 10:30 + 19:30 Uhr
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