Können Journalisten denken? Eine Fallstudie in vielen lustigen Beispielen. „Können Journalisten denken?“ ist eine Revue, sozusagen von lauter besonders „schlechten“ Kabarettnummern. Einige mit ein bißchen Mathematik, die meisten mit viel klassischer Musik, wie bei Dietrich „Piano“ Paul zu erwarten, der der tiefen Überzeugung ist: in einem pfiffigen mathematischen Beweis oder einer elegant gebauten Bachfuge steckt mehr Witz und Geist, Brillanz und „Gemüthsergötzung“, Unterhaltung und gute Laune als in so manchem „Scheibenwischer“ oder drei Comedysendungen des Bayerischen Fernsehens hintereinander.
Diese besonders „schlechten“, aber beim Publikum beliebten Nummern werden kurz und knackig mit profunden Kommentaren der deutschen Qualitätspresse konfrontiert. Die Nummern sind witzig, die Kommentare komisch, das Ganze also durchweg lustig. Dieses Programm ist keine Medienschelte, sondern eine vergnüglich-spöttische Revue, die die Medienkonsumenten (und das sind wir alle) gut unterhalten, aber auch, nicht nur im Umgang mit Super-RTL, sondern auch und gerade mit den „seriösen“ Medien sensibilisieren und vorsichtiger machen soll. Und das alles zeigt (kritisches Kabarett ist ja aufklärerisch): Nur eine Zeitung zu lesen, informiert nicht über die Welt. Mindestens zwei sind nötig! Aber am besten: selber hinschauen, selber denken, selber urteilen.
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