Vorstellungen Mi–Sa 19:30Uhr.
Wahn und Witz in Stücken
"Nur Kinder, Küche, Kirche" – damals wie heute?
Oder hat sich seit der Entstehung von "Eine Frau allein" in den 70er Jahren etwas Wesentliches geändert?!
Die moderne Frau von heute hetzt mehr denn je zwischen Kindern, Küche und Job hin und her, kümmert sich zuhause um pflegebedürftige Angehörige und für den heimlichen Liebhaber muss die Zeit auch noch reichen. Treffender als in dem turbulenten und srewball-komödiantischen Monolog "Eine Frau allein" von Dario Fo und Franca Rame kann unser atemloser Alltag kaum nachgezeichnet werden.
Vollends in den Irrwitz treibt Eduardo de Filippo sein Stück "Lebensgefährlich", in dem er fantastisch-absurde Mechanismen beschreibt, mit deren Hilfe der Ehemann seine Frau kontrolliert und immer wieder in den Griff bekommt … und die seltsam neurotische Beziehungsstrukturen offenbaren.
In der Gaunerkomödie "Cecé" von Luigi Pirandello erweist sich am Ende der philosophierende Tausendsassa Cece als das größte Schlitzohr: Wenn er auch nicht zu erkennen vermag, wer er ist, so zieht er daraus doch fröhlich seinen Nutzen – diesmal allerdings mit ungeahntem, tödlichem Ausgang!
Dario Fo / Franca Rame, Eduardo de Filippo, Luigi Pirandello
Regie Cornelius Gohlke | Bühne & Kostüme Claudia Karpfinger
mit Isabelle Brickum, Catalina Navarro-Kirner, Burchard Dabinnus und Helmut Dauner