"kleine Retrospektive" präsentiert von sturmfederprojects. Sasha Schwartz wurde 1941 in Russland geboren und lebte in Odessa sowie Kishinev. 1974 wanderte er nach Israel aus, seit den 1980er Jahren lebt er in München. Bereits seit den sechziger Jahren sind seine Werke international anerkannt und wurden bereits in der UDSSR, Israel, USA, Deutschland, Japan, Italien, Südkorea und in den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgestellt. Sein umfangreiches Werk umfasst zahlreiche grafische und malerische Arbeiten, seit den achtziger Jahren vornehmlich großformatige Objekte und Installationen. Die Grundidee der Konzeptkunst sowie Anstöße der Arte Povera finden sich in den neueren Arbeiten deutlich wieder. Zudem ist der Kreationsprozess selbst meist sichtbar.
Über sturmfederprojects
sturmfederprojects wurde im Sommer 2009 von Stephan Graf Bentzel-Sturmferder und Franz Baur gegründet. In einer Wandergalerie ermöglicht sturmfederprojects außergewöhnlichen Künstlern ihre Werke und Ideen interessierten Besuchern näher zu bringen. Durch ein Zusammenspiel aus der richtigen Umgebung und einer interessanten Auswahl an Werken liefert sturmfederprojects den Künstlern eine wichtige neue Plattform.
Am 3. September 2009 um 18 Uhr öffnet „sturmfederprojects“ zum ersten Mal im zukünftigen Boxwerk seine Tore. Die Wandergalerie zeigt vom 4. bis zum 19. September täglich von 11 – 17 Uhr mit der Einzelausstellung „Kleine Retrospektive“ Werke des Künstler SASHA SCHWARTZ im Boxwerk. Die „Kleine Retrospektive“ präsentiert die neuesten und markantesten Werke des international renommierten Künstler SAHSA SCHWARTZ. In seinen meist großformatigen Installationen behandelt der Künstler Begriffe wie Macht, Liebe und Gewalt. Die oft überraschenden Kompositionen lösen bei den Betrachtern ungeahnte Denkanstöße aus.
Die Werke des Künstlers mit Weitblick sind sehr individuell, denn jedes Objekt überzeugt durch sein adäquates Material, ob es aus Gummibärchen, Bronze oder Holz ist. Thematisch arbeitet der Künstler meist über Kontraste. Er verwendet zum Beispiel die Darstellung von Genuss, um Armut zur Schau zu stellen oder er verbildlicht sorglosen Konsum, um von Gewalt zu sprechen. Gerade diese Ambivalenzen machen seine Arbeiten zu einem interessanten Spannungsgefüge.
Die neueren Werke von Schwartz sind vermehrt konzeptionell geprägt. Es werden bei der Münchner Schau sogar Modelle und Skizzen zu sehen sein. Dementsprechend steht die Idee im Vordergrund, der Künstler konzentriert sich zunehmend auf die Wirkung von Material und Form, verliert aber nicht den Bezug zum realen Gegenstand. Dieser Kunstgriff erleichtert dem Besucher den Zugang zu thematisch oft düsteren und globalen Themen, schenkt ihm aber auch Aha-Erlebnisse auf den zweiten Blick. Nicht selten paart sich zu dem erbitterten Grundgefühl ein ironisches Schmunzeln. Am besten erlebt man diesen Eindruck direkt vor dem Kunstobjekt.