Zehn Sekunden sind eine kurze Zeit. Doch diese Spanne genügt, um das Leben vieler Menschen aus dem Gleichgewicht zu bringen. Zehn Sekunden hat der Fluglotse Markus Hofer nicht aufgepasst. Zwei Flugzeuge kollidierten, 83 Personen starben. Regisseur Nicolai Rohde hat aus der Tragödie, die sich 2002 über dem Bodensee abspielte, ein einfühlsames Drama über Schuld und Sühne ersonnen.
Auf verschiedenen Zeitebenen erzählt er von den Nachwehen der Katastrophe, von den ewigen Selbstvorwürfen des larmoyanten Hofer (Wolfram Koch), seiner in die Arme eines Geliebten flüchtenden Frau (Marie Bäumer), von den unauslöschlichen Erinnerungen eines Polizisten am Unglücksort (Sebastian Blomberg) und von dem nicht enden wollenden Leid eines verwaisten Vaters (Filip Peeters).
Durch die pointierten, wenn auch mitunter arg staatstragenden Dialoge und die geschickte Verengung des Dramas auf wenige Figuren erhält dieser visuell sehr ansprechende Spielfilm eine frappierende Allgemeingültigkeit. Unverständlich bleibt nur, warum die Affäre der Frau des Lotsen so unverhältnismäßig viel Raum zugestanden wird, während andere, spannendere Nebenstränge nur vage angedeutet bleiben.
Infos über den Film & Trailer im Internet: [ alamodefilm.de ]
Kinostart: 02. Oktober 2008
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Ein spannender Film, der jedoch die besten Handlungstränge etwas vernachlässigt!
Wegen der vielen Nebenstränge verliert der Film etwas den Blick für das Wesentliche! Schade!