50 erste Dates
Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben
Was wäre, wenn jeder Tag gleich wäre? Wenn sämtliche Ereignisse ebenso wären wie gestern oder vorgestern, und morgen, übermorgen oder nächste Woche ebenso wären? Wenn alle Menschen, denen man begegnet, dasselbe reden würden? Diesen Alptraum erlebte schon Bill Murray in "Und täglich grüßt das Murmeltier". Regisseur Peter Segal hat sich für seine romantische Komödie "50 Erste Dates" deutlich von diesem Vorbild inspirieren lassen. Das war keine gute Idee, denn genaueren Vergleichen mit dem originellen Zeitschleifen-Spaß hält Segals kaum stand.
Adam Sandler spielt den auf Hawaii lebenden Tierarzt Henry Roth, der eines Morgens seine Traumfrau Lucy (Drew Barrymore) in einer Strandbar trifft. Man plaudert miteinander, und bei der Verabschiedung wird deutlich, dass die blonde Schönheit ebenfalls Feuer gefangen hat. Als Lucy ihn aber am nächsten Tag nicht mehr kennt und lautstark von Belästigung spricht, gerät Henry ins Grübeln. Die Erklärung für Lucys Verhalten hat einen eigentlich tragischen Hintergrund: Durch einen Autounfall hat die Maid ihr Kurzzeitgedächtnis verloren. Neue Erfahrungen werden nicht mehr gespeichert. So feiern Lucys Vater und ihr Bruder seit 360 Tagen ihren Geburtstag, überreichen Geschenke und sehen sich abends "The sixth sense" mit Bruce Willis auf Video an - jedes Mal heuchelnd, wie sehr das Ende sie überrascht hat.
Henry will sich mit der Situation nicht abfinden und versucht, seine Herzdame jeden Tag aufs Neue zu erobern. Manchmal geht das gut, gelegentlich klappt es nicht. Das ist von Peter Segal einfühlsam beobachtet, schließlich kommt es nicht nur auf den passenden Spruch, sondern auch auf den richtigen Moment an. Doch leider verliert sich diese anfängliche Sensibilität der Regie bald in einem Brei aus eher mittelmäßigen Gags und den nervigen Unter-der-Gürtellinie-Gags, ohne die ein Film mit Adam Sandler anscheinend nicht auskommt. Dabei hätte der US-Komiker hier wirklich auf die Originalität seiner Geschichte und die behutsamen Pointen der ersten Szenen vertrauen können.
So kaspert sich ständig Rob Schneider als guter Kumpel durchs Bild, und auch die weiteren Nebenrollen sind genau so dümmlich, wie sie es in den früheren Sandler-Filmen schon waren. Die gnadenlose Überzeichnung der Figuren und die anscheinend bei Sandler unvermeidlichen Kotz- und Fäkal-Witze lassen diese so amüsant beginnende Liebeskomödie jedoch rasch zu einer ausgewachsenen Zote werden, die nur auf einer einzigen brauchbaren Idee basiert.
infos über den film im internet: [ 50-erste-dates.de ]
kinostart: 22. april 2004
[ Diese Filmkritik weiterempfehlen ]genre: Liebeskomödie
länge: 90 min
Original: 50 First Dates
Darsteller:
Adam Sandler, Drew Barrymore, Rob Schneider,
Regie:
Peter Segal,
Drehuch:
George Wing,
Drehjahr: 2003 FSK: oA
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Naja, eher flach und ausgelutscht, als neu und toll - meine Bedürfnisse wurden durch diesen Film nicht befriedigt..
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drew berrymore ist eine augenweide, und seit dem film versteh ich meine freundin viel besser- aber für einen guten film reicht das nicht aus...
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