Gerade erst war Feo Aladags Integrationsdrama 'Die Fremde' zu sehen, und bei der diesjährigen Verleihung des Filmpreises wurde die beklemmende Familientragödie ausgezeichnet. Fatih Akin hat sein künstlerisches Schaffen ohnehin konsequent dem türkischen Leben in Deutschland und der damit verbundenen Gratwanderung zwischen traditionellen Werten und moderner Selbstverwirklichung gewidmet.
Jetzt steuert Regisseur Su Turhan einen weiteren Spielfilm zu diesem wichtigen Thema bei. Kein Meisterwerk wie 'Gegen die Wand', aber eine sorgfältig gefertigte, ernst zu nehmende Auseinandersetzung mit dem Sujet. Seine Heldin Ayla, perfekt verkörpert von 'Türkisch für Anfänger'-Darstellerin Pegah Ferydoni, ist ein Musterbeispiel der gelungenen Integration. Als die Kindergärtnerin und Garderobiere in einer Disco den ähnlich assimilierten Fotografen Ayhan (großartig: Mehdi Moinzadeh) kennen lernt, gerät sie zufällig zwischen die Fronten einer Familiefehde.
Eine scharfsinnige Analyse der Verhältnisse bietet 'Ayla' nicht, dafür sind die Konflikte oft zu plakativ arrangiert. Doch die Schauspieler sind hervorragend und trösten mit ihrer Wucht und Wut über manche Schlichtheit im Drehbuch hinweg.
Infos über den Film & Trailer im Internet: [ ayla-film.de ]
Kinostart: 06. Mai 2010
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Ein absolut sehenswerter, sehr guter Film von Su Turhan!
Wirklich eine spannende, hochaktuelle Geschichte mit guten Darstellern!