Der Disney-Film zu Weihnachten hat eine lange Tradition. Vom Zeichentrick kam man bereits vergangenes Jahr wieder ab. Der herrlich selbstironische und auch für Erwachsene endlich wieder einmal sehenswerte und nicht nur erträgliche 'Verwünscht' ließ auf bessere, modern unkitschige Zeiten hoffen. 'Bedtime Stories', das schmalztriefende Weihnachtsopus 2008, zerstört diese Hoffnung abrupt. Dabei spielt sogar Adam Sandler die Hauptrolle, der sich inzwischen sowohl als Klamaukkönig als auch mit anspruchsvollen Rollen ('Reign Over Me – Die Liebe in mir') behaupten konnte und daher für alle Altersklassen passen müsste.
Doch Sandler muss wieder einmal den Simpel vom Dienst geben, der erst eine zweite Chance benötigt, um endlich privates und berufliches Lebensglück verwirklichen zu können. Regisseur Adam Shankman, der sich mit Teenie- und Tanzfilmen einen Namen gemacht hat, hat ein gutes Gespür für Timing und Erzähltempo. Doch das Drehbuch ist so schlicht, dass Schulkinder bereits unterfordert wirken, und viele der Gags stammen offensichtlich aus der Mottenkiste der Kinematographie. Aber zum Bersten gefüllt mit Plätzchen, Gans und Punsch erfüllt 'Bedtime Stories' in der Weihnachtszeit durchaus eine Funktion: die des besinnlichen Einnickens und Verdauens.