Das Hausmädchen
Ein Klassiker aus Korea
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'Das Hausmädchen' von Im Sang-soo ist ein Remake. Doch wie die meisten Neuauflagen altbekannter Stoffe buchstabiert Im Sang-soo nicht einfach seinen Kollegen Kim Ki-young nach. Er bearbeitet die längst zum südkoreanischen Filmklassiker geadelte Geschichte von der Dienstmagd, die eine Affäre mit ihrem Arbeitgeber beginnt und schwanger wird, auf höchst intelligente Weise. War das Original aus dem Jahr 1960 noch ein konservativer Film über den Liebeswahn einer jungen Frau und die Segnungen der Ehe, wird bei Sang-Soos Variante eine gesellschaftspolitische Abrechnung mit der Klasse der Superreichen daraus. Denn jetzt ist das Hausmädchen Eun-yi eine verschüchterte Frau aus ärmlichen Verhältnissen, die zwischen den Fronten einer amoralischen Fabrikantenfamilie zerrieben wird.
Den Gesamteindruck verändern zwei Dinge besonders stark: Dass es sich nicht mehr um eine biedere Mittelschichtfamilie handelt, in die das Dienstmädchen hier hineingerät, sondern um einen zutiefst skrupellosen Clan, in dem auch eine bösartige Schwiegermutter mitregiert. Und dass die Titelrolle von einer gereifteren Schauspielerin verkörpert wird, die sichtbar älter ist als die blutjunge, zickige Ehefrau. Das lässt die Passivität des Hausmädchens noch stärker hervortreten, verdeutlicht ihr völliges Ausgeliefertsein gegenüber der herrschenden Klasse. So ist Sang-soos Remake ein elegant illustriertes Abbild moderner Dekadenz, das sicherlich nicht nur für Südkorea gelten kann.
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Ein sehr guter, exotischer Film!
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Spannend und interessant!
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[ Diese Filmkritik weiterempfehlen ]genre: Thriller
länge: 107 min
Original: Hanyo
Darsteller:
Jeon Do-youn, Lee Jung-jae, Seo Woo,
Regie:
Im Sang-Soo,
Drehuch:
Im Sang-Soo, Kim Ki-young,
Drehjahr: 2010 FSK: 16
Starttermin: 21.04.2011 [ Offizielle Website ]
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