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Der wilde Schlag meines Herzens

Aufgeschobene Träume

Der wilde Schlag meines Herzens, Kino, Kinoprorgamm, München Die emotionale Wucht, die diesen Zwitter aus Thriller und Künstlerdrama auszeichnet, erweist sich bereits in den ersten Filmminuten: Hastig, wie gehetzt und voller Wut erzählt ein junger Mann namens Tom von seinem soeben verstorbenen Vater. Vom Hass auf dessen Unreife und von der Empörung über das flegelhafte Verhalten gegenüber der Mutter. Doch plötzlich, Tom ist mit seiner Schimpftirade eigentlich schon am Ende, bricht er unvermittelt in Tränen aus. Gar nicht mehr so hart und tapfer, wie er sein möchte. Ganz unheldenhaft. Ein weinender Mann zum Auftakt, das gab es bisher nicht allzu oft im Kino. Ähnlich unkonventionell und überraschend geht es weiter in dieser französischen Neuinszenierung des amerikanischen Krimis „Finger – Zärtlich und brutal“ von James Toback. Damals, 1977, spielte Harvey Keitel den jungen Schuldeneintreiber und Kleinkriminellen, der insgeheim von einer Karriere als Konzertpianist träumt.

Der wilde Schlag meines Herzens, Kino, Kinoprorgamm, München Jacques Audiard transportierte die Geschichte rund um aufgeschobene Träume und ums endgültige Erwachsenwerden ins heutige Paris. Tom (Romain Duris) arbeitet für seinen Vater, einen korrupten Immobilienhai, der schließlich zu Tode kommen wird, als „Entmieter“. Immer am Rande der Legalität, treibt er mit seinen Schlägertrupps fremdländische Großfamilien aus maroden Häusern in der Innenstadt, die dann hinterher für viel Geld erst aufwändig saniert und dann teuer verkauft werden. Zuhause trainiert Tom besessen für ein Klaviervorspiel an der Musikhochschule. Doch die Gratwanderung zwischen den beiden Welten gelingt ihm immer weniger. Hin und her gerissen zwischen Pflicht und Neigung entscheidet er sich falsch. Aber gibt es überhaupt ein Richtig oder Falsch im Leben?
Zu Recht setzt Audiard fast ausschließlich auf die unglaubliche Präsenz seines Hauptdarstellers Romain Duris. Keine Sekunde des Films lässt die Kamera diesen an Selbstzweifeln, unkontrollierter Wut auf alles und einer gut verborgenen Sanftheit fast erstickenden Mann aus den Augen. Jede Geste, jedes Zucken des Mundwinkels wird bei Duris zur Offenbarung, und es erscheint ganz gerechtfertigt, dass Tom für sein Leiden schließlich auch eine der besten weil originellsten Liebesgeschichten der letzten Kinojahre erleben darf.

kinostart: 22. September 2005

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genre: Drama, Liebesfilm, Literaturverfilmung länge: 131 min Original: Die weiße Massai Darsteller: Nina Hoss, Jacky Ido, Katja Flint, Die weiße Massai Regie: Hermine Huntgeburth, Die weiße Massai Drehuch: Johannes W. Betz, Drehjahr: 2005 FSK: 12 Starttermin: Offizielle Website ]

wo läuft der film in münchen? [ Die weiße Massai im kinoprogramm ]

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Ein toller Film, in dem es Jacques Audiard großartig die innere Zerissenheit darzusellen! Super Film!

sys-co sagt: e-bert sagt:

Irgendwie bewegend und super gespielt, aber leider fand ish den Stoff nicht so aufregend!




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