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Die Dolmetscherin

The Interpreter

Die Dolmetscherin, Kino, Kinoprorgamm, München 19 Filme hat er bisher gedreht. 46 Oscarnominierungen konnte er dafür kassieren. Und sieben Oscars hat allein sein „Jenseits von Afrika“ gewonnen, darunter auch jene heiß begehrten für „Beste Regie“ und „Bester Film“. Man kann also ohne Übertreibung sagen, dass Regisseur Sidney Pollack zu den Meistern seines Faches gehört. Auch wenn die jüngsten Romanzen wie „Sabrina“ oder „Begegnungen des Schicksals“ wahrlich keine Meilensteine des Kinogeschichte sind. Also hat sich Pollack wieder auf das besonnen, was ihm immer am besten lag – der gepflegte Politthriller. Kino für Erwachsene, nicht für Action versessene Teenager. Wie immer geht es um Moral, um Anstand, Gewissen und den Wert von Vergeltung. Die Macht des Wortes steht im Zentrum, nicht der Gewaltakt. Sehr deutliche Reminiszenzen an frühere Tage werden wach in Pollacks aktuellem Coup „Die Dolmetscherin“: In „Die drei Tage des Condors“, Pollacks Maßstäbe setzenden Paranoia-Krimi aus der Watergate-Zeit, knatterte Robert Redford auf einer Velosolex durch die Häuserschluchten Manhattans. In „Die Dolmetscherin“ braust jetzt Nicole Kidman auf einer alten Vespa durch dieselben Straßen. Das Mofa respektive der Roller steht für die gleichen Eigenschaften, für die unberechenbare Stärke und unvorhersehbare Beweglichkeit des Helden, aber auch für dessen Angreifbarkeit und Schutzlosigkeit inmitten der ihn umlauernden, wesentlich mächtigeren Gegner. Im Grunde, das erweist sich bereits nach wenigen Szenen, spielt Kidman in „Die Dolmetscherin“ den Part Redfords ein zweites Mal. Allerdings moderner, subtiler, internationaler.

Die Dolmetscherin, Kino, Kinoprorgamm, München Kidman ist Silvia Broome, Simultanübersetzerin bei den Vereinten Nationen. Zufällig belauscht sie im UN-Gebäude ein Flüstern. Sie versteht die Unterhaltung, es ist die Sprache ihres fiktiven afrikanischen Heimatlandes Matobo. Sie hört vom Plan, das umstrittene Staatsoberhaupt Matobos, Präsident Edmund Zuwanie, während seiner Rede vor der UN-Versammlung umzubringen und wendet sich an den Secret Service. Vieles an Matobo erinnert an Zimbabwe und seinen Diktator Robert Mugabe, doch Pollack nähert sich dem Krisenherd Afrika aus einer vollkommen anderen Perspektive als etwa „Hotel Ruanda“. Allein die Skizze dieses Drehbuchs ist typisch für das moderne, postkoloniale Afrika: Ein ursprünglich umjubelter Herrscher wird zum blutrünstigen Diktator und regiert erbarmungslos sein Land, während die Oppositionsbewegungen untereinander uneins und dadurch zu schwach zur Gegenwehr bleiben. Zentrales Thema ist das Spannungsverhältnis zwischen Vergeltung und Vergebung, und an diesem Gegensatz zerreibt sich sowohl die scheinbar zurückhaltende Silvia Broome als auch ihr polternder Gegenpart, der Geheimdienst-Agent Tobin Keller (Sean Penn). Der betrauert den Tod seiner untreuen Ehefrau und läuft wie Büchners Woyzeck als „offenes Rasiermesser“ durch die Welt. Pollack passt sich im Erzählrhythmus gerade in den Szenen mit seinen beiden Protagonisten ganz den gegensätzlichen Charakteren an: Kellers Auftritte sind geradlinig, nicht immer bis in die letzte Konsequenz überlegt, aber stets von einer erschütternden Ehrlichkeit. Silvia Broome hingegen flüchtet sich gerne in Zwischentöne und die extreme Stilisierung von Nuancen. Und Pollack folgt ihr dann bis ins Detail. Licht, Kamera, Musik, alles korrespondiert hier perfekt. Diese elegante, überaus intelligente Komposition ist wunderschön anzusehen – und fast bis zum etwas verqueren Schluss wirklich spannend.

infos über den film im internet: [ movies.uip.de ]

kinostart: 21. April 2005

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genre: Action, Drama, Thriller länge: 128 min Original: The Interpreter Darsteller: Nicole Kidman, Sean Penn, Catherine Keener, Die Dolmetscherin Regie: Sydney Pollack, Die Dolmetscherin Drehuch: Scott Frank, Charles Randolph, Drehjahr: 2005 FSK: 12 Starttermin: Offizielle Website ]

wo läuft der film in münchen? [ Die Dolmetscherin im kinoprogramm ]

Bei amazon.de gibt's [ Soundtrack und Buch ] zum Film

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Endlich wieder ein richtig guter Thrilller, bei dem rundum einfach alles passt! Ich bin begeistert! Großes Kino für Erwachsene!

sys-co sagt: e-bert sagt:

Wow! So einen guten Polithriller habe ich lange nicht gesehen! Hab' ich überhaupt so einen guten gesehen? Egal, dieser ist sehr sehenswert!!


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