Der Produzent Dino de Laurentiis gilt bereits zu Lebzeiten als Legende. Unzählige Kassenerfolge von 'Krieg und Frieden' über 'King Kong' bis zu 'Conan der Barbar' pflastern den Weg des mittlerweile fast Neunzigjährigen. Das enorme Staraufgebot von 'Die letzte Legion' lässt sich nur dadurch erklären, dass eben er, unterstützt von Frau und Tochter, den gleichnamigen Historienschinken von Valerio Massimo Manfredi zum Leben erwecken wollte. Colin Firth, Ben Kingsley, John Hannah, Iain Glen, Rupert Friend und die indische Schönheitskönigin Aishwarya Rai spielen sich in diesem zweitklassigen Sandalenabenteuer schier die Seele aus dem Leib. Vergebens.
Die konstruierte Geschichte rankt sich rund um den letzten weströmischen Kaiser Romulus. Just am Tag seiner Krönung verliert er durch einen brutalen Angriff zottelbärtiger Goten Eltern, Freunde und Machtanspruch. Der gotische Anführer Odoaker trachtet auch dem Kind nach dem Leben, doch ein paar letzte aufrechte Römer, zu denen sich noch einige Söldner gesellen, beschließen, den kleinen Romulus zu schützen und nach Byzanz zu bringen.
Historisch ist der Plot von 'Die letzte Legion' schon eine große Lachnummer. Auch andere Szenen, meistens durch eigentümliche Schnittfolgen entstellt, wirken unfreiwillig komisch. Doch wer an opulenten, deftigen Actionspektakeln und einer übersichtlich arrangierten Handlung mit mutigen Helden in luftigem Schuhwerk und schönen Frauen in Not Gefallen findet, kann sich 102 Minuten lang bestens unterhalten fühlen.