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Eclipse

Biss zum Abendrot

Eclipse, Kino, Kinoprogramm, München Die Sonne scheint. Ein verliebtes Paar sitzt inmitten einer Blumenwiese. Küsst sich, umarmt sich zärtlich. Ein schönes Bild. Mit dieser Einstellung beginnt und endet der von den Fans mit höchster Spannung erwartete dritte Teil der 'Twilight'-Saga rund um einen überirdisch attraktiven Vampir, seine menschliche Freundin und ihren virilen Werwolf-Verehrer. Doch den Rest der lange zwei Stunden währenden Produktion kann man sich sparen. David Slades Regiearbeit ist - wie die zerdehnte Buchvorlage bereits erahnen ließ - Zelluloid gewordene Redundanz. Das auf vier Bände ausgebreitete Vampir-Werwolf-Mensch-Liebesdreieck der Mormonin Stephenie Meyer bietet im ersten und letzten Teil ein kaum Handlung. Die beiden Bücher dazwischen kann man sich als Nicht-mehr-Pubertierender getrost sparen. In ihnen fabuliert die erzkonservative Hausfrau über die Nachteile des Sex vor der Ehe, die Vorteile einer langen Enthaltsamkeit. Keine Frage, dass die Kinoadaption ähnlich keusch geraten ist.

Wurde das Thema aufkeimende Sexualität in den bisherigen Filmen nur verschämt angedeutet, geht Slade in seiner Inszenierung offensiv damit um: Edward ist eben 'old school', beruhigt Bella ihren Vater, und daher macht der Vampir mit den urinfarbenen Augen seiner Angebeteten auch erst einmal einen Heiratsantrag, bevor sie wieder ein bisschen fummeln. Immer hübsch bekleidet, versteht sich. Unklar bleibt, ob die nahezu durchgängig halbnackte Werwolfgang von Slade deswegen so voyeuristisch ausgestellt wird, weil er Stephenie Meyers Prüderie ins Lächerliche ziehen möchte – oder ob die verklemmte Attitüde wirklich ernst gemeint ist.

Vermutlich Letzteres, denn schließlich dürfte die Zielgruppe, junge Mädchen von acht bis vierzehn Jahren, durch einen energisch zupackenden Edward restlos verschreckt werden. Beziehungstechnisch bleibt’s also auch in 'Eclipse' beim Händchenhalten. Mal mit Edward, mal mit Jacob, pikanterweise.

Die Animation des Wolfsrudels ist hingegen wesentlich überzeugender als in 'Full Moon'. Die Actionsequenzen weisen klar die Handschrift Slades auf, der mit Thrillern wie '30 Days of Night' bewiesen hat, dass er mit Blut, Gekröse und Vampiren souverän umgehen kann. Doch so blutleer wie der Plot erscheint leider die gesamte Inszenierung. Buchstäblich, denn nicht einmal dieser ganz besondere Saft darf angemessen fließen. So bleibt 'Eclipse' eine technisch ansehnliche, insgesamt aber blasse Fortsetzung - mit einem überraschend schlecht geschriebenen Drehbuch.

Infos über den Film & Trailer im Internet: [ twilight-filme.de ]

Kinostart: 15. Juli 2010

<uf>

Sicher eine nette Sache für junge Mädchen - doch der Film bleibt trotzallem platt und bieder!

sys-co sagt: e-bert sagt:

also mal ganz ehrlich: Diesen Schmarrn kann ich kaum ertragen! Gruselig!

Eclipse: Biss zum Abendrot - Trailer

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genre: Fantasy, Liebesfilm, Thriller länge: 124 min Original: Twilight 3: Eclipse Darsteller: Kristen Stewart, Robert Pattinson, Taylor Lautner, Eclipse: Biss zum Abendrot Regie: David Slade, Eclipse: Biss zum Abendrot Drehuch: Melissa Rosenberg, Drehjahr: 2010 FSK: 12 Starttermin: 15.07.2010 Offizielle Website ]

wo läuft der film in münchen? [ Eclipse: Biss zum Abendrot im kinoprogramm ]

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