Zänkisch, hysterisch, eigennützig. In der Geschichtsschreibung kommt Sofia Tolstaja, die Ehefrau Leo Tolstois, nicht gut weg. Ja, sogar in den Tod getrieben soll sie ihn haben, den großen Dichter der russischen Seele. Dabei hat sie als langjährige engste Vertraute 'Krieg und Frieden' immerhin sieben Mal abgeschrieben. Mit der Hand.
In seinem Roman 'Tolstojs letztes Jahr' beschreibt der Literaturwissenschaftler Jay Parini aus sechs verschiedenen Perspektiven den wechselvollen Ehezwist im Hause Tolstoi. Michael Hoffman ('Tage wie dieser...') hat aus dem Buch einen recht betulichen Spielfilm gestrickt, der allerdings Frau Tolstoja posthum in ein besseres Licht setzt. Die großartige Helen Mirren verleiht der angeblich von allen gehassten Frau eine neue, sehr sehenswerte Würde und Herzenswärme. Der Rest ist getragen inszeniertes Schulfernsehen.
Infos über den Film & Trailer im Internet: [ warnerbros.de ]
Kinostart: 28. Januar 2010
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Ein interessanter Film mit sehr guten Schauspielern, dem aber ein wenig die Tiefe fehlt!
Unterhaltsam und doch lehrreich! Ein guter Film, der aber leider den Stoff nicht völlig ausreizt!