Nur ein Mal. Auf einer Party. Beide waren betrunken. Der brave Gymnasiast Jonas (Ludwig Trepte) und die hübsche gleichaltrige Vicky (Karoline Teska). Ein paar Wochen später steht Vicky auf dem Schulhof von Jonas und erklärt, dass sie schwanger sei. Jonas blockt ab, leugnet, will nichts davon wissen. Ein Dreivierteljahr später passt ihn Vicky wieder auf der Straße ab. Diesmal hat sie einen Kinderwagen dabei. Und Jonas, der das Geheimnis seiner Vaterschaft bisher vor Mutter und Freunden verborgen hielt, ist neugierig. Auf das Baby Klara. Auf Vicky, die er ja eigentlich immer noch so toll findet wie auf der Party.
Eine Gesellschaft ohne Väter zeichnet Regisseur Christoph Röhl da auf. Die Mütter, durchweg allein erziehend, haben gelernt, ihren Mann zu stehen. So lange, bis sie an ihrer Seite keinen mehr brauchten. Behutsam beschreibt Christoph Röhl in seinem Regiedebüt die zaghafte Annäherung des jungen Paares, das nach dem bösen Erwachen langsam zusammen findet. Das ist mit sparsamen Mitteln klug inszeniert, gut besetzt und großartig gespielt. Ein im besten Sinne unspektakulärer Film über kleine Gesten und große Gefühle.
Infos über den Film & Trailer im Internet: [ tatfilm.de ]
Kinostart: 15. Oktober 2009
<uf>
Mit seinem Regiedebüt hat Christoph Röhl sich gleich als Könner seines Faches erwiesen!
Ein guter Film über ein heikles Thema, der aber für mich etwas zu zaghaft inszeniert ist!