Einer wie Bruno
Vater und Spielkamerad
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Christian Ulmen kann infantile Typen sehr überzeugend darstellen. Das hat er schon in vielen mehr oder weniger geglückten Spielfilmen bewiesen. In 'Einer wie Bruno' gelingt ihm dies überraschend leise und einfühlsam. Ulmen spielt Bruno, den geistig behinderten Vater der dreizehnjährigen Radost (Lola Dockhorn), mit einer anrührenden Sensibilität. Neben ihm zeigt Jungschauspielerin Lola Dockhorn eine phänomenale Leistung: Mit knappen, prägnanten Mitteln verleiht sie der hin- und her gerissenen Radost eine enorme charakterliche Tiefe.
Was Regisseurin Anja Jacobs insgesamt leider nicht durchgehend gelingt, schafft Dockhorn scheinbar mühelos - das stimmige Hinübergleiten von einer Gefühlswallung in die nächste, von einer Szene voller Wut und Frust über die Situation zuhause mit dem nervigen Vater und der damit verbundenen Peinlichkeit in die aufkeimende Verliebtheit in den Klassenschönling Benny (Lucas Reiber). Jacobs wagt viel mit ihrer mutigen Kombination von heiklen Themen mit mal sanfter, mal derber Komik. Meistens klappt es sogar. Da verzeiht man auch mal einen papierflachen Kalauer dazwischen.
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[ Diese Filmkritik weiterempfehlen ]genre: Drama, Komödie
länge: 108 min
Original: Einer wie Bruno
Darsteller:
Christian Ulmen, Lola Dockhorn, Teresa Harder,
Regie:
Anja Jacobs,
Drehuch:
Marc O Seng,
Drehjahr: 2011 FSK: 6
Starttermin: 12.04.2012 [ Offizielle Website ]
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