Das Ende einer Affäre
Alles hat ein Ende...
london
1946: der schriftsteller maurice bendrix (ralph fiennes) trifft auf der
straße zufällig seinen alten bekannten henry
miles (stephen rea) wieder, mit dessen frau er zwei Jahre zuvor eine heftige
affäre hatte: während der rest der stadt im bunker auf das ende des bombenalarms
wartete, vergnügte sich bendrix mit der verheirateten sarah miles (julianne
moore) in der leerstehenden ehelichen wohnung. als während eines dieser
schäferstündchen unmittelbar neben den liebenden
eine granate einschlägt, beendet sarah abrupt die liaison. nun kommen
die verdrängten gefühle von damals wieder hoch, und bendrix setzt alles
daran, die ex-geliebte noch einmal zu treffen
und zur rede stellen zu können.
hätte sich nicht ein könner wie neil jordan an dem schmalzigen
stoff vergriffen, könnte man diese recht altbackene daption eines romans
von graham greene einfach nur als kitschige seifenoper
abfertigen. doch jordan gelingt es, den weichgezeichneten rückblicken
auf verstohlene treffen immerwährend strömenden englischen Regen eine
gewisse tiefe abzuringen. aus den verschiedenen blickwinkeln
der drei protagonisten erzählt er die szenen, zeigt deren leid, verzweiflung
und eifersucht oder versucht es zumindest. kunstvoll und technisch äußerst
elegant setzt er die gefühlsbeladene dreiecksgeschichte
zwischen dem spröden beamten henry, seiner gelangweilten gattin und dem
zynischen schriftsteller bendrix in schöne bilder um.
doch
von emotion wird immer nur gesprochen, keinem der darsteller glaubt man,
auch nur mit einem deziliter herzblut dabeizusein.
schwülstige liebesschwüre werden ausgetauscht, die mehr zum lachen reizen
denn wirklich berühren können, und vor allem ralph fiennes als bendrix
drückt sich stets so aus, als würden seine bedeutungsschweren worthülsen
sofort in blei gegossen werden. mimisch wirkte fiennes sogar unter der
gummimaske des "englischen Patienten" noch
agiler. den undankbarsten part hatte aller-dings stephen rea als henry:
nicht nur, daß er nicht sehr überzeugend - das betrogene weichei
geben muß; seine gesamte schauspielkunst scheint sich diesmal darauf
zu beschränken, der untreuen angetrauten hin und wieder einen waidwunden
dackelblick zuzuwerfen.
infos über den film im internet: [ www.das-ende-einer-affaere.de ]
kinostart: 24. februar 2000
wo läuft der film? - das sagt euch die süddeutsche: [ das
ende einer affäre ]
das ende einer affäre
besetzung: ralph fiennes, stephen rea, julianne moore, heather-jay johnes,
james bolam, ian hart,sam bould...
regie: neil jordan
drehbuch: neil jordan nach einem roman von graham greene
produzent: neil jordan, kathy syks, stephen woolley
kamera: roger pratt
schnitt: tony lawson
musik: michael nyman
usa 1999 genre: romanze/drama
verleih: kinowelt
orginaltitel: the
end of the affair
länge: 114min.
[ mehr bei imdb ]
<ug>
neil jordan ist ein profi, aber der stoff ist einfach zu schwulstig
für die heutige zeit. leider wirkt ralph fiennes recht unglaubwürdig
in seiner rolle. dafür gibt's aber tolle aufnahmen.
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um himmels willen! ein lahme story, desorietierte darsteller und
wenig echtes gefühl. mit mit dem streifen hat jordan keine
maßstäbe gesetzt, zumindest nicht nach oben.
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