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Epsteins Nacht

Eine Erinnerung an den Holocaust

Epsteins Nacht, Mario Adorf Genaugenommen ist das Nachbarskind schuld an der Katastrophe. Katharina (Josephina Vilsmaier), die Tochter von Paula (Nina Hoss) muß am Weihnachtsabend in einer Kirche in Spandau im Chor des Kindergartens singen. Und die netten älteren Herren Adam Rose (Bruno Ganz) und Jochen Epstein (Mario Adorf) begleiten die Kleine auf deren ausdrücklichen Wunsch. Ganz wohl ist den beiden Alten nicht dabei, denn die zwei Überlebenden des Holocaust waren noch nie in einer katholischen Kirche. Für Juden gehört sich das nicht, findet auch Adams Bruder Karl (Otto Tausig). Was jedoch dort in der Kirche geschieht, wird das Leben der drei Freunde, die in ihrer Jugend gemeinsam die Schikanen des Konzentrationslagers Birkenau durchleiden mussten, für immer verändern: Denn ausgerechnet der Pfarrer, der die Messe abhält, ist der ehemalige SS-Hauptsturmführer Anton Giesser (enorm überzeugend in seiner plötzlichen Kälte: Günter Lamprecht), der die drei Männer im KZ gequält hat. Zweifel ausgeschlossen. Regisseur Urs Egger ("Der Opernball") arrangiert in seinem hochemotionalen, aufwühlenden Spielfilm "Epsteins Nacht" die bekannten Fakten der Judenvernichtung einmal anders: Nicht als chronologisch erzählte Leidensgeschichte aus dem Konzentrationslager, sondern als ergreifendes Kammerspiel dreier Überlebender, die auch über 40 Jahre nach der Befreieung immer noch die psychischen Wunden lecken, die ihnen damals geschlagen wurden.

Epsteins Nacht Auf prägnante Bilder konzentriert zeigt Egger in drei verschiedenen Zeitebenen die Greuel des Dritten Reiches, aber auch die Kraft einer seit Kindertagen währenden Freundschaft und den Vertrauensbruch, der eben eine solche Freundschaft plötzlich zerbersten lässt. Das geordnete, wenn auch nicht wirklich glückliche Leben der Freunde gerät aus den Fugen, und Egger zeigt dies mit viel Gespür für feine Nuancen. Geschickt lockert der Regisseur sein bedrückendes Hauptthema mit humoristischen Variationen auf, verstärkt mit solchen Kunstgriffen noch die schauderhafte Wirkung einer allgegenwärtigen "Banalität des Bösen". Die exzellenten Darsteller verstärken die beklemmende Aussage, besonders Bruno Ganz, der den schwierigsten weil sensibelsten Part zu spielen hat. Otto Tausig erweist sich als Idealbesetzung des pragmatischen Anwalts und älteren Bruders, und Mario Adorf wechselt souverän vom liebevoll-hitzköpfigen Freund und Beschützer zum aufbrausenden Racheengel. Dagegen wirkt sogar die großartige Annie Giradot in ihrem kurzen Auftritt als Adams Jugendliebe Hanna überraschend blaß.

kinostart: 07. november 2002

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genre: Drama länge: 85 min Original: Epsteins Nacht Darsteller: Mario Adorf, Otto Tausig, Bruno Ganz, Epsteins Nacht Regie: Urs Egger, Epsteins Nacht Drehuch: Jens Urban, Drehjahr: 2002 FSK: 12 Starttermin: Offizielle Website ]

wo läuft der film in münchen? [ Epsteins Nacht im kinoprogramm ]

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<ug>

dieser holocaust-film hat um einiges mehr zu bieten als viele seiner artgenossen!

sys-co sagt:
e-bert sagt:

die schauspielerische leistung macht viel von einem film aus. und dieser hier ist wirklich gut!




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