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Evil

Die Spirale der Gewalt

Evil, Kino, Kinoprorgamm, München "Evil" basiert auf der Autobiographie des schwedischen Bestseller-Autors Jan Guillou. Der links gerichtete Schriftsteller genießt in Skandinavien ein Ansehen, das mit dem des hierzulande populäreren Henning Mankell vergleichbar ist. Kein Wunder also, dass die Verfilmung von Guillous Leben ein großer Erfolg war an den Kinokassen. Die recht konventionelle Inszenierung von Regisseur Mikael Håfström allein kann diesen Wirbel nämlich kaum verursacht haben. Die Handlung spielt zu Beginn der Fünfzigerjahre in Stockholm. Der aufmüpfige 16-Jährige Erik (Andreas Wilson) wird von seiner Mutter und seinem ihn permanent verprügelnden Stiefvater auf ein Elite-Internat aufs Land geschickt. Dies ist die letzte Chance für den verhaltensauffälligen Jungen, einen Schulabschluss zu absolvieren. Dementsprechend zahm benimmt sich Erik in der neuen Umgebung. Die über alles geliebte Mutter will er nicht enttäuschen, das Abitur unbedingt bestehen – also beißt er die Zähne zusammen, wenn ihn die älteren Schüler brutal schikanieren. Erst als sich die reichen Oberstufenschnösel nicht mehr nur an ihm, sondern auch an seinem besten Freund Pierre (Henrik Lundström) vergreifen, setzt sich Erik zur Wehr. Mit fürchterlichen Folgen

Evil, Kino, Kinoprorgamm, München Sehr intensiv veranschaulicht „Evil“ die perfide Spirale von Angst, Demütigung, Gewalt und Gegengewalt sowie die Schwierigkeit, in einem bösen System nicht selbst böse zu werden. Erik kann Pierre ebenso wenig beschützen wie seine erste Freundin Marja (Linda Zilliacus), aber er lernt, wie er sich jenseits der Schlägereien ein für allemal deutlich verteidigen kann. Die ersten Minuten des Films erinnern stark an die klassischen Schulfilme, in denen ein an sich gutartiger Hitzkopf von unbarmherzigen, despotischen Lehrern und grausamen Eltern gebrochen werden soll. Doch nach den damit verbundenen Klischees vom duldenden Sohn und vom wie besessen zuschlagenden Erziehungsberechtigten wird aus dem anfänglich naiven Plädoyer gegen zu autoritäre Erziehung eine ernsthafte Diskussion über die Ursachen von Gewalt. Bei Kindern wie bei Erwachsenen. Dank den verblüffenden Kapriolen des Drehbuchs ist diese Abhandlung zum Thema Prügelstrafe jedoch durchweg spannend und nur ganz selten mal zu moralinsauer.

kinostart: 14. oktober 2004

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genre: Drama länge: 107 min Original: Ondskan Darsteller: Andreas Wilson, Henrik Lundström, Linda Zilliacus, Evil (2003) Regie: Mikael Hafström, Evil (2003) Drehuch: Mikael Hafström, Hans Gunnarsson, Drehjahr: 2003 FSK: 12 Starttermin: 14.10.2004 Offizielle Website ]

wo läuft der film in münchen? [ Evil (2003) im kinoprogramm ]

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Spannend, bewegend, interessant und lehrreich! Alles was so ein Film haben sollte! Super!

sys-co sagt: e-bert sagt:

Eine recht brutale geschichte, umgesetzt wurde. doch da der autor hier nicht so bekannt ist, fehlt ein wenig der reiz!




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