Flutsch und Weg
Rattenplage
Schon wieder ein Animationsfilm mit Tieren! Davon hat man in den letzten Jahren wirklich genug gesehen. Seit Mitte der Neunziger die computeranimierten Produktionen die klassischen Zeichentrickfilme ablösten, bekam der Zuschauer ganze Kohorten anthropomorpher Hündchen, Mammuts, Ameisen, Esel, Bären, Insekten und Hühner zu sehen. Diesmal sind also die Mäuse und Ratten dran. Doch 'Flutsch und weg' ist weitaus sehenswerter, als es der wenig originelle deutsche Titel und der xte Einsatz von am Bildschirm generierten Tieren verheißen mögen. Das liegt vor allem daran, dass sich die DreamWorks-Studios bezüglich Optik und Humor weniger an eigenen Produktionen wie 'Shrek' oder 'Madagaskar' orientierten, sondern deutlich am britischen Kooperationspartner Aardman. Deren Name steht für die pfiffigen Abenteuer der Knetfiguren 'Wallace & Gromit'. Sehr ähnlich knubbelig, rund und liebenswert sehen auch die kleinen Nager in 'Flutsch und weg' aus. Nur eben nicht mehr aus Plastilin. Die schrullige Anmut der früheren Aardman-Animationen ist hier zwar ein wenig verblasst. Doch die adelige Ratte Roddy St. James kann dennoch als eine rundum gelungene Figur der jüngeren Animationsfilmhistorie gelten.
Roddy logiert im noblen Londoner Stadtteil Kensington im sprichwörtlichen goldenen Käfig. Verwöhnt, borniert und gelangweilt. Bis seine Familie auf Reisen geht, eine feiste Ratte aus der Unterschicht seinen Palast verwüstet und ihn schließlich per Toilettenspülung aus der schnieken Villa in die Gosse spült. Dort leben jede Menge Ratten. Nur haben die auf so einen feinen Pinkel wie Roddy nicht gewartet. Die hübsche, raubeinige Rita schon gar nicht... Die Idee ist so einfach und bestechend, dass man sich schon erstaunt fragen muss, warum noch kein Produzent vorher auf die Idee kam: Man nehme die Ästhetik der niedlichen Wallace & Gromit-Figuren, kombiniere sie mit der zeitgemäßeren Computeranimation und forme daraus einen Plot, der deutlich an klassische Actionfilme im Stile von James Bond erinnert und jede Menge wahnwitziger Actionszenen bietet. Das Ergebnis kann gar nicht mehr scheitern an den Kinokassen. Wird es auch nicht. Denn die witzige Geschichte hat ihren Reiz, und die Ausgestaltung ist bis ins Detail wirklich phantasievoll. Nur den hinreißend-verstaubten Charme der Knetgummifiguren, den gibt es nicht mehr.
infos über den film & trailer im internet: [ flutschundweg.de ]
Kinostart: 07. Dezember 2006
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Endlich ein Animationsfilm der hervorsticht und das Genre weiterentwickelt! Spannung, Action und britischer Humor sind tolle eine Mischung für Groß und Klein!
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Der Film bietet zwar mehr als viele andere des jungen Genres, aber dennoch ist es eher ein Kinderfilm, der mich nicht vom Hocker riss!
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[ Diese Filmkritik weiterempfehlen ]genre: Animation
länge: 84 min
Original: Flushed Away
Darsteller:
Regie:
David Bowers, Sam Fell,
Drehuch:
Dick Clement, Jan La Frenais, Christopher Lloyd,
Drehjahr: 2006 FSK: oA
Starttermin: [ Offizielle Website ]
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