Die letzte Begegnung liegt viele Jahre zurück. Zum Geburtstag der Mutter (Christien Schorn) treffen die drei charakterlich höchst divergierenden Schwestern Iris (Corinna Harfouch), Anne (Dagmar Manzel) und Marianne (Kirsten Block) wieder aufeinander. Freude, Neid, Intrigen, Lügen. Schnell sind alte Wunden aufgerissen, neue hinzugefügt und das alles, bevor der ebenfalls geladene Vater der Töchter und Ex-Gatte der Jubilarin mit seiner deutlich zu jungen Gespielin anreist. Von diesem Zeitpunkt an wird es richtig chaotisch.
Doch dieses Chaos zu inszenieren liegt Regisseurin Franziska Meletzky ('Nachbarinnen') nicht sehr. Die in der ersten Hälfte des Spielfilms aufgeworfenen, psychologisch interessanten Fragen zu den Figuren versanden inmitten der penetrant auf liebenswert-skurril getrimmten Feierlichkeiten. Das Drehbuch reißt vieles an, aber leider wird zu wenig davon zu Ende gebracht. An den drei großartigen Hauptdarstellerinnen und dem rundum stimmig besetzten Ensemble kann es nicht liegen, dass der Funke nicht überspringt. Eher an der betulichen Dramaturgie und dem fehlenden Mut, Genregrenzen und das durchgehende TV-Niveau zu überspringen, den Vorbilder wie Vinterbergs 'Das Fest' noch besaßen.