Genug - Enough
Ehedramatische Gewalt
Man kann es den Produzenten und Regisseur Michael Apted ja eigentlich nicht
verübeln. Sie alle
hatten schließlich recht: Die Besetzung von Jennifer Lopez für die
Titelrolle des Ehedramas "Genug"
sorgt für genügend Publicity, um die Heerscharen von Fans nur so in die
Kinos zu ziehen. Wer
braucht da noch ein stringentes und logisches Drehbuch? Die Leute wollen
ohnehin nur J.Los hoch
versicherten Hintern sehen.
Gesagt, getan. Michael Apted, der in grauer Vorzeit einmal für qualitativ
hochwertige Filme wie
"Gorillas im Nebel", "Blink" oder "Die Welt ist nicht genug" stand, hat alle
guten Vorsätze fahren
lassen und mit "Genug" das klischeeüberladene Porträt einer vom Gatten
schwer gepeinigten
Hausfrau zusammengeschustert, verlogene Moral inklusive.
Slim (Lopez), Kellnerin in einem heruntergekommenen Diner, trifft
ausgerechnet in dieser Klitsche
den Mann ihres Lebens, den gutaussehenden und schwerreichen Geschäftsmann
Mitch (Billy
Campbell). Schnell hastet Apted in seiner Inszenierung durch Slims und
Mitchs Phase des frischen
Verliebtseins, die nach Heirat, Hauskauf und Geburt der Tochter Gracie auch
endgültig beendet
scheint: Mitch betrügt Slim, und als sie ihm gegenüber ob seines Verhaltens
zaghafte Kritik äußert,
schlägt er gnadenlos zu.
Apted und Lopez haben sicher angenommen, einen ambitionierten Film zu
drehen, der das Thema
Gewalt in der Ehe endlich einmal wieder Gesprächsstoff werden lässt. Das
ging aber gründlich in
die Hosen, denn bereits nach zwanzig Minuten ist der Film durch die völlig
überzogene Aufteilung in
das personifizierte, abgrundtief Böse und die herzerreißend-verzweifelte
Unschuld auf der anderen
Seite völlig uninteressant und vorhersehbar geworden. So könnte man als
Zuschauer den Kinosaal
bereits zu diesem Zeitpunkt verlassen, ohne etwas zu verpassen außer J.Los
peinlichem
Selbstverteidigungs-Crashkurs, ein paar visuellen Mätzchen des Regisseurs
und ein paar
Dialogzeilen, die einem in ihrer stupiden Einfachheit die Haare schier zu
Berge stehen lassen. Ganz
zu schweigen von der Erkenntnis, dass Jennifer Lopez zwar in ihren
Musikvideos unbestreitbar eine
gute Figur macht, aber auch nach mittlerweile vier Filmen ("The Cell",
"Angel Eyes" und "The
Wedding Planner" waren die anderen Meilensteine ihrer Hollywood-Karriere)
bei weitem noch nicht
zur brauchbaren Filmschauspielerin geworden ist.
infos über den film im internet: [ genug-der-film.de ]
kinostart: 19. september 2002
[ Diese Filmkritik weiterempfehlen ]genre: Thriller
länge: 115 min
Original: Enough
Darsteller:
Jennifer Lopez, Russell Milton, Bill Campbell,
Regie:
Michael Apted,
Drehuch:
Nicholas Kazan,
Drehjahr: 2002 FSK: 12
Starttermin: [ Offizielle Website ]
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<ug>
jlo flattert einem bestimmt 80 prozent des films vor der rübe hin und her. nur ihr zu liebe geht man auch in den film! aber das tun wir gerne!
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es gab schon schlechtere filme mit ihr, aber auch schon bessere!
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