Die Abenteuer der kleinen Giraffe Zarafa
zauberhaft nostalgisch
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Zur Kolonialzeit schenkten sich die Herrscher gerne exotische Tiere. Natürlich stets verbunden mit imperialen Hintergedanken. So auch in dem Fall aus dem Jahre 1827, der dem zauberhaft nostalgischen Zeichentrickfilm 'Die Abenteuer der kleinen Giraffe Zarafa' zu Grunde liegt: Der ägyptische Pascha bittet den französischen König Karl X. um Hilfe im Kampf gegen die Türken. Um Majestät gnädig zu stimmen, wird eine kleine Giraffe auf den langen Weg nach Paris geschickt. Das Tier wird zwar zur Attraktion im nagelneuen Jardin des Plantes. Geholfen hat Karl X. dem edlen Spender trotzdem nicht.
Rund um die dürren historischen Fakten haben die Regisseure Rémi Bezançon und Jean-Christophe Lie sowie Alexander Abela (Drehbuch) eine fantastische und phantasiereiche Geschichte für die ganze Familie ersonnen: Im Zentrum der Handlung stehen der kleine afrikanische Waisenjunge Maki, der die kleine Zarafa unbedingt wieder in ihre Heimat zurückbringen will, und der besonnene, mutige Beduine Hassan, der den Bub und das Jungtier begleitet.
Wer rasante 3D-Animation im Stile von 'Kung Fu Panda' oder 'Madagascar' erwartet, wird von diesem kleinen belgisch-französischen Kunstwerk enttäuscht sein. Zu leise sind die Farben im Vergleich zum mittlerweile handelsüblichen quietschbunten Dauerfeuerwerk, zu unprätentiös die gesamte Produktion. Doch wer sich (und seine Kinder) nicht nur zudröhnen möchte, sondern ihnen auch einmal einen intelligenten, anregenden Film vorsetzen mag, dem sei diese spannende Abenteuerreise dringend empfohlen.
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[ Diese Filmkritik weiterempfehlen ]genre: Zeichentrick
länge: 79 min
Original: Zarafa
Darsteller:
Regie:
Rémi Bezancon, Jean-Christophe Lie,
Drehuch:
Rémi Bezancon, Alexander Abela,
Drehjahr: 2012 FSK: oA
Starttermin: 11.10.2012 [ Offizielle Website ]
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