Hagen ist nicht gerade eine schöne Stadt. Doch der frühere Basketballprofi Georg (Misel Maticevic) und sein jüngerer Bruder Vinz (Max Kidd) sitzen hier fest. Nach dem Unfalltod der Eltern ist die Sportlerkarriere des Älteren der plötzlichen Elternpflichten dem Kleinen gegenüber gescheitert. Jetzt hofft er, dass der frisch gebackene Abiturient Vinz den Aufstieg schaffen wird, der ihm vor zehn Jahren versagt blieb. Doch Vinz, auf dem alle Hoffnungen des Bruders liegen, weigert sich, weiter Georgs Lebensplan zu erfüllen. Er verliebt sich, liebäugelt mit seinem Sportstudium in den USA und funktioniert auch sonst nicht mehr nach den Vorstellungen des Älteren.
Behutsam und mit einem sicheren Gespür für's Detail erzählt Wolfgang Groos seine Geschichte, die irgendwo zwischen Familientragödie, Sportfilm und Sozialdrama angesiedelt ist. Groos behält seine Protagonisten immer im Visier, die Charaktere sind glaubwürdig gestaltet und exzellent gespielt. In der letzten Viertelstunde allerdings ist 'Hangtime' mit seiner Allerweltsdramaturgie leider nur noch ein fader Abklatsch bekannter Hollywood-Sportlerdramen.