The Hole
Das Loch
Zunächst
sieht man Füße, nur in Strümpfen, die durch einen Wald hasten, stolpern,
straucheln, weiter laufen, dazu hört man atemloses Keuchen. Endlich
sieht man eine junge Frau mit wirrem Haar, die in einem viel zu
großen, verdreckten Mantel in ein Gebäude taumelt, an das Telefon
stürzt, wählt, einen markerschütternden Schrei in den Hörer stößt
und darauf ohnmächtig zusammenbricht. Diese furiose, visuell atemberaubend
umgesetzte Exposition zieht den Zuschauer sofort in den Film hinein.
"Was ist geschehen?" - Diese Frage zelebriert der britische Theaterregisseur
Nick Hamm in seinem Psychothriller in aller Ausführlichkeit: Vier
Schüler eines Elite-Internats lassen sich von einem Freund in einem
alten Bunker im Wald einschließen, um dort drei Tage lang die Party
ihres Lebens zu feiern.
Nach
zwei Wochen taucht Liz (Thora Birch) als einzige Überlebende wieder
auf, und eine Psychologin versucht herauszubekommen, was geschehen
ist. Anfangs wirkt "The Hole" wie eine englische Teenie-Variante
des Existentialisten-Dramas "Geschlossene Gesellschaft" von Jean-Paul
Sartre: Die anfängliche Partylaune der Teenager mutiert zum psychischen
Belastungstest, als die Luke zum Bunker nach den verabredeten drei
Tagen verschlossen bleibt, die Lebensmittel verderben und die Nerven
so blank liegen, dass man sich wegen einer Coladose an die Gurgel
geht. Aus den unterschiedlichen Perspektiven der Beteiligten erzählt
Hamm seine beklemmende, perfekt aufgebaute Geschichte immer wieder
neu, bis man nicht mehr weiß, was sich wirklich zugetragen haben
könnte. "The Hole" erinnert an "Rashomon" und an vor allem an "Das
Experiment", geht aber in seiner verstörenden Radikalität noch wesentlich
weiter, denn wie man dank Sartre weiß, "Die Hölle, das sind die
anderen".
infos über den film im internet: [ theholemovie.com ]
kinostart: 20. september 2001
[ Diese Filmkritik weiterempfehlen ]genre: Horrorfilm
länge: 102 min
Original: The Hole
Darsteller:
Thora Birch, Desmond Harrington, Keira Knightley,
Regie:
Nick Hamm,
Drehuch:
Ben Court, Caroline Ip,
Drehjahr: 2001 FSK: 16
Starttermin: [ Offizielle Website ]
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ein toller film, den man sich fast zweimal ansehen muss!
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gut und spannend, aber ich hätte vielleicht besser aufpassen sollen!
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