Man sieht es. In jeder Sekunde, in jeder Einstellung dieses wunderschön fotografierten Spielfilms bemerkt man es. Jan Fehse, Regisseur von 'In jeder Sekunde', war früher Kameramann. Und zwar, Arbeiten wie 'alaska.de' belegen es, ein wirklich exzellenter. In seinem Spielfilmdebüt führt zwar nicht Fehse, sondern Ex-Kollege Philipp Kirsamer die Kamera, aber man erkennt in jedem Bild, dass die Optik einen tragenden Bestandteil der Produktion bildete. Es ist gar nicht genug zu loben, wenn sich eine deutsche Produktion erfolgreich von dem grassierenden Fernsehfilmniveau abhebt.
Die Geschichte erstickt dennoch an ihrer Überfrachtung mit Tragödie. Da gibt es den Arzt (Sebastian Koch) mit sterbenskranker Tochter und depressiver Gattin (Barbara Auer) sowie eine immer mehr Raum für sich beanspruchende Geliebte (Jenny Schily). Im zweiten Handlungsstrang dreht sich alles um eine junge Frau (Mina Tander), die sich von ihrem mit Drogen dealenden Ex-Lover (Wotan Wilke Möhring) trennt und einen vor Optimismus nur so strotzenden Fotografen (Ronald Zehrfeld) kennen lernt. Die einzelnen Figuren sind für sich genommen alle gut ersonnen und spannend. In der zunehmenden Fülle an Leid und Fakten und dem steten, hektischen Wechsel stellt sich aber letztlich kein tiefer gehendes Interesse für die Personen und deren Gefühlsgewitter ein.
Infos über den Film & Trailer im Internet: [ x-verleih.de ]
Kinostart: 11. Dezember 2008
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Der Film beeidruckt wirklich durch die gute Kameraarbeit, doch die Geschichte ist etwas an Tragik überladen!
Dieser Film ist sehr gut gemacht und spannend, aber machmal ist die Story etwas zu viel!